Gründerwoche: PKV für Selbstständige als Option

Seit Montag läuft die Gründerwoche, welche bundesweit zu vielen Veranstaltungen einlädt und Existenzgründern wertvolle Tipps gibt. Für angehende Selbständige und Freiberufler gibt es vor diesem großen Schritt einiges zu beachte. Besonders im Bereich der Krankenversicherung müssen Beitrag und Umfang der Versicherung stimmen. Gesetzliche und Private Krankenversicherungen haben bei der Selbstständigkeit Vor- und Nachteile.

Selbstständig in der PKV

Die vom 14. – 20. November bundesweit stattfindende Gründerwoche informiert auf verschiedenen Symposien, Foren und Vorträgen über die Schwierigkeiten und Besonderheiten, die bei einer Existenzgründung beachtet werden müssen.

Besonders bei der Wahl der Krankenversicherung gibt es zwischen PKV und GKV Unterschiede, die von entscheidender Bedeutung sein könnte. In der PKV können Selbstständige heute einiges sparen, müssen aber u. U. in Zukunft Mehrkosten in Kauf nehmen.

Besonders für junge Existenzgründer ohne Familie ist die private Krankenversicherung meist eine günstige Alternative, könnte aber in späteren Jahren zu einer Kostenfalle werden. Denn da es in der PKV keine Familienversicherung gibt, müssen auch Kinder womöglich privat versichert werden, wodurch weiter ansteigende Kosten entstehen könnten. Wie teuer eine private Versicherung bei Selbstständigkeit sein würde, können Interessierte mit dem Private Krankenversicherung Rechner vorher schätzen.

Möglichkeit der freiwilligen GKV

Für Selbstständige ist insbesondere die Tatsache interessant, dass der Eintritt in die PKV für Selbstständige von keinerlei Einkommensgrenze abhängt. Sollten sich die Versicherten trotzdem für eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung entscheiden, müssen sie mit höheren Kosten rechnen. Dies liegt daran, dass bei Selbstständigkeit kein Arbeitgeber einen Zuschuss beisteuert und damit der komplette Beitrag von dem Versicherten erbracht werden muss.

Der Maximalbeitrag für die GKV liegt demnach bei 575,44 Euro pro Monat, da in der GKV jedoch die Möglichkeit der Familienversicherung besteht, können hier wiederum Kosten eingespart werden. Darüber hinaus können Freiberufler und Selbständige bei einem Einkommen, das unter der Bemessungsgrenze liegt, eine Reduzierung des Beitrags in Anspruch nehmen. Die aktuelle Gründerwoche vom 14. – 20. November ist sicher ein willkommener Anlass, die Selbständigkeit ins Auge zu fassen. Man sollte sich dabei aber auch dem Thema Krankenversicherung nicht verschließen.

 

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