Grippewelle kommt auf Deutschland zu

Bislang war der Winter recht mild, dennoch ist in den nächsten Wochen laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) mit einer Grippewelle zu rechnen. Das RKI rät dazu, sich jetzt noch impfen zu lassen. Der Verein „Ärzte für eine Individuelle Impfentscheidung“ weist jedoch darauf hin, dass eine Impfung auch gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann.

RKI: Grippewelle sehr wahrscheinlich

Laut Silke Buda, Grippe-Expertin am Robert-Koch-Institut, ist eine Influenzawelle noch nie ausgeblieben. Dem RKI zufolge gebe es bereits sporadische Influenzafälle. Darunter seien auch durch H1N1 (Schweinegrippevirus) verursachte Erkrankungen. H1N1 hatte während der Pandemie 2009/10 schwere Erkrankungen und Todesfälle verursacht.

Bei den meisten aktuellen Fällen seien die Symptome aber „moderat“. Grund ist, dass nach der Pandemie 2009/10 ein Element des Virus auch in den saisonalen Grippeimpfstoff eingefügt wurde. Dieser schütze auch vor der Schweinegrippe.

Buda erklärte, dass sich sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel der Erde Grippewellen in den gemäßigten Zonen vor allem im Winter ergeben. Im Winter 2010/11 habe das RKI in Deutschland 160 Todesfälle durch Influenza verzeichnet.

Jetzt noch impfen

Es sei noch nicht zu spät für eine Impfung, erläuterte Buda. Der Schutz durch das körpereigene Immunsystem baue sich innerhalb von etwa zwei Wochen auf. Die optimale Zeit für eine Impfung sei jedoch im Oktober oder November, da die saisonale Grippewelle in der Regel Ende Januar oder Anfang Februar beginne. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt besonders gefährdeten Personen zur Grippeimpfung.

Impfungen haben Nebenwirkungen

Der Verein „Ärzte für eine Individuelle Impfentscheidung“ gibt zu bedenken, dass eine Impfung Gesundheitsschäden nach sich ziehen kann. Er spricht sich nicht gegen Impfungen aus, rät jedoch dazu, abzuwägen zwischen der Gefahr einer Erkrankung und dem möglichen Schäden durch eine Impfung.

Laut dem Verein können Impfungen einen Schutz vor bedrohlichen Erkrankungen bieten, und ihr Einsatz habe weltweit den Gesundheitszustand vieler Menschen verbessert. Allerdings könnten Impfstoffe, wie alle Medikamente, auch gravierende Schädigungen der Gesundheit verursachen, die chronisch sein können. Dies geht hervor aus einem Bericht auf der Internetseite des Vereins. Es werde zu selten über die möglichen Nebenwirkungen berichtet. Der Verein rät dazu, sich beim Arzt des Vertrauens über die Vor- und Nachteile von Impfungen zu erkundigen.

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