Gothaer – PKV Beitragserhöhungen 2013

Kunden der privaten Krankenversicherung wissen, dass am Ende des Jahres die Mitteilungen hinsichtlich möglicher Beitragserhöhungen versendet werden. Während die Beiträge für den durchschnittlichen PKV-Versicherten pro Jahr um vier bis fünf Prozent steigen, können die Beitragsanpassung im Einzelfall weitaus höher liegen. So mussten etwa im letzten Jahr einige Kunden der Central gerade in den sogenannten Einsteigertarifen Prämiensteigerungen von über 40 Prozent hinnehmen.

Prämienanpassungen für einzelne Tarife

Die Gothaer wird zum Jahr 2013 ebenso wie andere Versicherungsgesellschaften die Beiträge für einige Tarife erhöhen. Allerdings fallen die Steigerungen im Schnitt moderat aus. Jedoch liegt auch hier bei einzelnen Tarifen die Beitragserhöhung im sehr hohen Bereich. Junge Versicherte im Alter von 17 Jahren tragen im Tarif MediClinic die stärkste Beitragssteigerung. Denn für sie erhöht sich der Beitrag um bis zu 46 Prozent. Auch Neukunden in den Tarifen MAX1 (männlich) und MediComfort (weiblich) müssen höhere Beiträge bezahlen. Es gibt jedoch auch eine Prämienanpassung nach unten. Der Beitrag für den Tarif MediPrävent sinkt um bis zu 24 Prozent.

Beitragsgarantien in mehreren Tarifen

In einigen Tarifen hat die Gothaer allerdings auch schon vor mehreren Monaten eine Beitragsgarantie ausgesprochen. Demnach werden die Prämien dieser Tarife mindestens bis zum 31.12.2013 nicht erhöht. Der Tarif GS 3 gehört ebenso dazu, wie die Tarife GS 0, GS 1, KG und TG 03 für Männer. Sowohl männliche als auch weibliche Versicherte in den Tarifen MediStart 1, MediStart 2, MediTop 1, MediTop 2 und TG 01 profitieren ebenfalls von der Beitragsgarantie.

Moderate Steigerungen

Insgesamt beträgt die Beitragsanpassung bei der Gothaer Versicherung so laut Berichten der Kölnischen Rundschau im Durchschnitt 2,9 Prozent. Als Grund werden hierfür gesteigerte Ausgaben im Gesundheitswesen, so für neue Behandlungsmethoden angegeben. Wer von einer starken Beitragssteigerung betroffen ist, kann auch außerhalb des normalen Kündigungszeitraums vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und den Anbieter wechseln. Alternativ ist auch ein Tarifwechsel beim gleichen Anbieter möglich.

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