GKV Zusatzbeitrag und PKV Krankenversicherung Beitragserhöhung: „Wechsel wer kann“

Die von Experten erwartete „Wechsel-Welle“ bei den Versicherten sowohl der gesetzlichen als der privaten Krankenversicherung scheint sich aufgrund der drastischer als erwaretet ausgefallenen Zusatzbeiträge bzw. Beitragserhöhungen zu bewahrheiten. Nun planen Politiker die Einführung einer einheitlichenVersichertenkarte, weil befürchtet wird, dass zusätzliche Kosten durch die Erstellung neuer Krankenversicherungskarten entstehen.

Tausende haben bereits einen Wechsel der Krankenversicherung vollzogen

Laut Informationen der „BILD“ vom heutigen Donnerstag haben alleine bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) bis heute gut 5.300 Mitglieder ihre Kündigung eingereicht und sind in eine andere Krankenkasse gewechselt. Bei der Betreibskrankenkasse Deutsche BKK sollen es etwa 1000 sein. Auch Versicherte der privaten Krankenversicherung (PKV) machen von ihrem Recht gebrauch, nach erfolgter Beitragserhöhung einen Private Krankenversicherung Wechsel vorzunehmen. Laut einer zwar nicht repräsentativen Befragung des Verbrauchermagazins „Finanztest“ berichteten viele Privatversicherte von einer Beitragserhöhung von teilweise 30 Prozent oder bis zu 80 Euro im Monat. Sowohl die Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen als auch die Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen scheinen über den Prognosen zu liegen. Auch das ein Grund für die zunehmende Wut der Versicherten.

Preisvergleich gesetzliche und private Krankenversicherung

Vor einem Wechsel der Krankenversicherung wird vielerorts gewarnt, da damit gerechnet wird, das sämtliche gesetzliche Krankenkassen einen Zusatzbeitrag einführen werden. Auch bei der privaten PKV wird davon ausgegangen, dass die meisten eine Beitragserhöhung durchführen werden, wenn auch in unterschiedlicher Höhe. Ein Wechsel sollte allerdings nur Sinn machen, wenn ein PKV Preisvergleich ergibt, dass die Einsparungen auch die durch einen Wechsel verloren gehenden Altersrückstellungen wett macht.

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