GKV: Zufriedenheit mit deutschem Gesundheitswesen sinkt
Eine aktuelle Studie im Auftrag der Continentalen zeigt, dass die Deutschen unzufriedener mit der Gesundheitsversorgung sind. Die Studie wird seit 2000 jährlich durchgeführt und fragt nach der Zufriedenheit der gesetzlich Versicherten. Dabei ist das erste Mal seit 2004 eine deutliche Verschlechterung bei den Umfrageergebnissen zu erkennen.
Weniger Leistung bei höheren Kosten
Demnach sind 36 Prozent der gesetzlich Versicherten unzufrieden mit den Leistungen ihrer Krankenkasse.
Rund 76 Prozent der Befragten sehen die Zukunft der gesetzlichen Gesundheitsversorgung düster. Dieser Trend ist allerdings nicht neu, auch in den Jahren zuvor gingen die meisten gesetzlich Versicherten davon aus, dass das Gesundheitswesen die Versorgung der Versicherten in Zukunft nicht mehr gewährleisten können. 87 Prozent sind zudem der Meinung, dass nur die privaten Krankenkassen in der Lage seien einen ausreichenden Versicherungsschutz zu bieten. Noch höher ist die Quote der Versicherten, die mit weiteren Zuzahlungen rechnen. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine höhere Eigenbeteiligung bei Behandlungen und Medikamenten erwarteten.
Weitere Verschlechterung ist zu erwarten
Da der Zusatzbeitrag politisch gewollt ist, müsse man damit rechnen, dass weitere Kassen Zusatzbeiträge erheben. Dies würde zu einer weiteren Verschlechterung der Zufriedenheit
der Bürger führen, so Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender der Continentalen. Für ein starkes Gesundheitssystem benötige man aber nicht nur eine starke private Krankenversicherung,
sondern eine ebenso solide Versorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dazu gehöre auch ein entsprechender Rückhalt bei den Versicherten selbst. Eine weitere Verschlechterung der Zufriedenheit bei den Versicherten, wie sie die Studie aufzeigt, sei daher ein schlechtes Signal für die Zukunft des Gesundheitswesens.
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