GKV: Versicherte gegen Leistungskürzungen
Das Gesundheitsministerium arbeitet an einer neuen Gesundheitsreform. Was auf die Versicherten wartet, wird die Zukunft zeigen. Eins ist bereits klar – höhere Beiträge und weniger Leistungen sind bei den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung unerwünscht. Dies geht einer Studie hervor, welche die Gfk Marktforschung Nürnberg im Auftrag der „Apotheken Umschau“ durchführte. Insbesondere der Zahnersatz und die Leistungen im Bedarfsfall sind den Versicherten der GKV wichtig.
Leistungseinschnitte stoßen auf wenig Verständnis
Das Ergebnis der Umfrage ist ein klares Signal.
Gleichzeitig ist die Meinung weit verbreitet, dass die gesetzliche Krankenversicherung im Bedarfsfall die Leistungen übernehmen soll. Selbst für stabile Beiträge wollen die Befragten diese grundlegende Versorgung nicht opfern. Ein klares Nein zu weiteren Einschnitten bei den grundlegenden Leistungen der GKV. Allerdings stuften die Befragten einige Bereiche auch als weniger wichtig ein.
Akupunktur und Kuren nicht so wichtig
Insbesondere in den Bereichen der Alternativmedizin und bei Heilbehandlungen wie Kuren oder Psychotherapien zeigten sich die Umfrageteilnehmer kompromissbereit. Auf die alternative Medizin, also Akupunktur oder Homöopathie, könnten rund 40 Prozent verzichten. Ein knappes Viertel der Befragten könnte sich dagegen vorstellen, in der GKV die Kuren aus eigener Tasche zu finanzieren.
GKV-Versicherte wollen Arzt selbst wählen
Ein für viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung wichtiger Punkt ist die Auswahl des Mediziners. Hier sind mehr als 88 Prozent in der GfK-Umfrage gegen einen von der Krankenkasse verordneten Arzt. Unterm Strich kommt die Befragung zu einem klaren Ergebnis. Die Versicherten der GKV haben genug von Leistungseinschnitten und Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Problem: Je teurer die Behandlungen werden, umso dringender adäquate Lösungen. Für die Studie wurden 1.969 Personen ab 14 Jahren befragt.
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