GKV: Versicherte gegen Leistungskürzungen

Leistungskürzungen in der GKV

Weitere Leistungs-kürzungen in der GKV?

Das Gesundheitsministerium arbeitet an einer neuen Gesundheitsreform. Was auf die Versicherten wartet, wird die Zukunft zeigen. Eins ist bereits klar – höhere Beiträge und weniger Leistungen sind bei den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung unerwünscht. Dies geht einer Studie hervor, welche die Gfk Marktforschung Nürnberg im Auftrag der „Apotheken Umschau“ durchführte. Insbesondere der Zahnersatz und die Leistungen im Bedarfsfall sind den Versicherten der GKV wichtig.

Leistungseinschnitte stoßen auf wenig Verständnis

Das Ergebnis der Umfrage ist ein klares Signal.

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung wollen Leistungen, ohne dafür noch tiefer in die Tasche greifen zu müssen. So bestand mit 95 Prozent ein Großteil der Versicherten auf die Zuzahlungen der GKV beim Zahnersatz. Ebenso unbeliebt die Einführung einer Praxisgebühr, die nicht pro Quartal, sondern für jeden Besuch beim Arzt erhoben wird. 73,5 Prozent der Befragten lehnten diesen Vorschlag ab.

Gleichzeitig ist die Meinung weit verbreitet, dass die gesetzliche Krankenversicherung im Bedarfsfall die Leistungen übernehmen soll. Selbst für stabile Beiträge wollen die Befragten diese grundlegende Versorgung nicht opfern. Ein klares Nein zu weiteren Einschnitten bei den grundlegenden Leistungen der GKV. Allerdings stuften die Befragten einige Bereiche auch als weniger wichtig ein.

Akupunktur und Kuren nicht so wichtig

Insbesondere in den Bereichen der Alternativmedizin und bei Heilbehandlungen wie Kuren oder Psychotherapien zeigten sich die Umfrageteilnehmer kompromissbereit. Auf die alternative Medizin, also Akupunktur oder Homöopathie, könnten rund 40 Prozent verzichten. Ein knappes Viertel der Befragten könnte sich dagegen vorstellen, in der GKV die Kuren aus eigener Tasche zu finanzieren.

GKV-Versicherte wollen Arzt selbst wählen

Ein für viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung wichtiger Punkt ist die Auswahl des Mediziners. Hier sind mehr als 88 Prozent in der GfK-Umfrage gegen einen von der Krankenkasse verordneten Arzt. Unterm Strich kommt die Befragung zu einem klaren Ergebnis. Die Versicherten der GKV haben genug von Leistungseinschnitten und Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Problem: Je teurer die Behandlungen werden, umso dringender adäquate Lösungen. Für die Studie wurden 1.969 Personen ab 14 Jahren befragt.

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