GKV: Übernahmekosten der BKK für Heilberufe steigen
Das Fusionskarussell in den gesetzlichen Krankenversicherungen dreht sich weiter, jetzt scheint auch ein Partner für die Rettung der angeschlagenen BKK für Heilberufe gefunden worden zu sein, die BKK vor Ort. Jedoch muss der BKK-Spitzenverband voraussichtlich sehr viel mehr Geld aufbringen, um die Versicherung retten zu können. Mittlerweile ist von 53 Millionen Euro die Rede.
Kritik aus den eigenen Reihen
Die bisher angesetzten Kosten steigen mit den neuen Schätzungen auf fast das doppelte an, war man vorher von rund 30 Millionen Euro ausgegangen, sind es mittlerweile 53 Millionen Euro.
Einige Experten befürchten allerdings, dass die drastisch gestiegenen Kosten, weitere finanzielle Notlagen in anderen Betriebskrankenkassen hervorrufen könnten, die dann möglicherweise nicht um einen Zusatzbeitrag herumkommen würden. Von daher sind einige der restlichen BKK-Versicherungen über die neue Entwicklung nicht erfreut und nehmen dies nur mit Unmut hin. Aus den Reihen der BKK hatten sich vier Kassen für eine Fusion mit der BKK für Heilberufe interessiert, dies waren neben der BKK vor Ort, die BKK-Pronova, BKK-Essanelle und Deutsche-BKK.
BKK für Heilberufe ist nicht das erste Mal in Not
Bereits im Jahr 2003 musste sich die Versicherung neu formieren. Da sie mit sehr günstigen Beiträgen damals zwar viele Kunden gewinnen, aber die Kosten nach einiger Zeit nicht mehr decken konnte, geriet sie das erste Mal in eine finanzielle Notlage. Als Notbremse wurde damals der gesamte Vorstand entlassen. Um die bis dahin angehäuften Schulden in Höhe von 360 Millionen Euro abzubauen, entschied man sich für einen schrittweisen Abbau über vier Jahre hinweg.
Im Frühjahr 2011 sind Gerüchte über die Schließung der Kasse aufgekommen, diese wurden aber schnell dementiert und in die Suche nach einem Fusionspartner zum Jahresende umgewandelt. In wie weit sich die Erhöhung der Kosten auf die restlichen BKK-Versicherungen auswirkt, ist nicht abzuschätzen.
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