GKV: Thüringer für mehr staatlichen Einfluss
Immer wieder machen Hiobsbotschaften im Gesundheitswesen die Runde. Inzwischen scheint die Verunsicherung bei Verbrauchern sogar so groß, dass sich einige die Organisation der Krankenversicherung unter der Hand des Staates wieder zurückwünschen. Diesen Eindruck erweckt zumindest eine Studie im Auftrag der Techniker Krankenkasse, in der sich die Befragten für mehr staatlichen Einfluss im Gesundheitswesen ausgesprochen haben.Kommt die Rückkehr zum „Gesundheitskombinat“
Wie die Zeitung „Thüringer Allgemeine“ berichtet, wünschten sich in der Forsa-Umfrage mit 74 Prozent fast drei Viertel der Befragten einen stärkeren Einfluss im Gesundheitssystem.
Auch in anderen Bundesländern werden die Gesundheitsreformen der letzten Jahre und der zunehmend rauere Wind im Gesundheitswesen zunehmend skeptisch betrachtet. Es geht bei vielen Verbrauchern die Angst um, in den kommenden Jahren unter anderem durch den Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung immer stärker zur Kasse gebeten zu werden. Entsprechend die Meinung vieler, in der GKV finanziell zu stark belastet zu werden.
Wettbewerb mit klaren Rahmenbedingungen
Guido Dressel, Landeschef der Techniker Krankenkasse, stellte angesichts der Umfrageergebnisse zwar noch einmal klar, dass die Thüringer im Grundsatz nicht gegen „Wettbewerb und Wahlfreiheit“ sind. Was den Versicherten aber am Herzen liegt, ist ein klarer Rahmen und eine Kontrolle von zentraler Stelle. Die Sorge um die eigene Gesundheit bzw. um die Finanzierung entsprechender Maßnahmen gehört zu den wesentlichen Nöten im Alltag. Angesichts des regionalen Charakters der Forsa-Umfrage bleibt die Frage, inwiefern die Versicherten anderer Bundesländer ähnlich denken. Unterschätzt werden darf die Stimmung der Versicherten keinesfalls.
Höhere Beiträge und weniger Leistung
Was viele Versicherte deutschlandweit verunsichert, ist die Tatsache, dass der finanzielle Beitrag zur Krankenversicherung immer weiter steigt. Insbesondere der Zusatzbeitrag macht vielen GKV-Mitgliedern Angst. Parallel dazu werden Leistungen immer weiter zusammengestrichen, wie zuletzt die Teststreifen für Diabetiker. Für die Umfrage wurden vom Forsa-Institut 1.500 Personen befragt.
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