GKV: Stiftung Warentest und Krankenkassenfusionen
2011 war bisher ein turbulentes Jahr für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung. Gekennzeichnet durch die Pleite der City BKK, deren Schließung und mehrere Großfusionen, dürfte das laufende Jahr den Versicherten der GKV in Erinnerung bleiben. Stiftung Warentest hat für die Zeitschrift „Finanztest“ jetzt exemplarisch nachgezeichnet, welche Folgen eine Fusion zwischen mehreren Krankenkassen für den Verbraucher hat.
Finanzielle Stabilität durch Masse
Einer der größten Vorteile, den die Stiftung Warentest in Bezug auf die Fusionen im Bereich der GKV sieht, betrifft den finanziellen Aspekt.
Damit einher geht für den einzelnen Kassenpatienten ein finanzieller Vorteil, da keine Zusatzprämie fällig wird. Auf der anderen Seite profitiert auch die GKV von der Fusion. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen deutlich, dass der Zusatzbeitrag als Grund zum Wechsel aufgefasst wird. Am Ende kann die betroffene Krankenkasse so stark unter diesem Effekt leiden, dass deren Niedergang beschleunigt wird und die Kosten anschließend von andern Kassen getragen werden müssen.
GKV-Fusion – Änderungen in der Peripherie
Generell, so hält die Stiftung Warentest fest, sind die Änderungen in den Leistungen für die Mitglieder fusionierter Krankenkassen gering. Dies resultiert in erster Linie aus der Tatsache, dass sich der Leistungskatalog aufgrund gesetzlicher Vorgaben in der GKV ähnelt. Wo eventuell deutliche Abstriche gemacht werden müssen, sind sogenannte Wahlleistungen, über welche die Kassen in Eigenregie entscheiden dürfen. Hier ist es durchaus möglich, dass die neue GKV schlechter dasteht als die alte Krankenkasse.
Wo ist das Szenario einer Krankenkassenfusion für Versicherte derzeit aktuell? Nachdem in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 mehrere Großfusionen auf den Weg gebracht worden sind, ist es derzeit in diesem Bereich eher ruhig. Derzeit deuten sich lediglich Fusionen an, an denen die BKK für Heilberufe, die BKK Gesundheit und die Deutsche Angestellten Krankenkasse beteiligt sind.
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