GKV: Steuerzahlerbund fordert Senkung des Kassenbeitrags

Aus einer am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung geht hervor, dass der Bund der Steuerzahler Senkungen von der Bundesregierung in den Bereichen der gesetzlichen Renten- sowie Krankenversicherung zum neuen Jahr fordert. Es soll sich dabei um eine deutliche Senkung um 0,6 Prozent handeln. Die geforderten Senkungen könnten nach Möglichkeit bereits zum 01. Januar 2012 in Kraft treten.

BdSt fordert das Durchsetzten der eigenen Ziele

Für den Bund der Steuerzahler (BdSt) sind diese Forderungen keineswegs unmöglich durchzusetzen, sondern bewegen sich in einem Rahmen, der durchaus realistisch ist.

Von derartigen Senkungen würden nicht nur die schwächeren Einkommensgruppen profitieren, sondern auch die Bundesregierung selbst. Sollten derartige Eingriffe in die Steuerpolitik durchgeführt werden, könnte die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Ziele: „mehr Netto vom Brutto“ und „Entlastung der gering- und mittelverdienenden Berufsgruppen“ einhalten.

Schätzungen gehen davon aus, dass eine Senkung der Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung für das Jahr 2012 um 0,3 Prozent möglich ist. Im Vorausblick auf das Jahr 2014 sind gar Senkungen um weitere 0,5 Prozent auf 19,1 Prozent des Bruttolohnes realistisch. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der gesetzlichen Krankenversicherung, auch hier könnten Einsparrungen vorgenommen werden. Schätzungen zu Folge werden sich Ende des Jahres 3 Milliarden Euro Überschuss im Gesundheitsfonds angesammelt haben. Da dieser Überschuss im Gesundheitsfonds nicht verwendet wird, könnten die Verbraucher mit einer Senkung um 0,3 Prozent auf 15,2 Prozent unterstützt werden.

Entlastung der Verbraucher durch Abgabensenkung

Berechnungen von Experten haben ergeben, dass bei einer Senkung der Abgaben für die Sozialversicherung um jeweils 0,3 Prozent – also insgesamt um 0,6 Prozent – einen deutlichen Einfluss haben würden. Besonders in den einkommensschwachen Bereichen machen weniger Abgaben einen deutlichen Unterschied.

So könnte ein Arbeitnehmer mit einer Senkung um 0,6 Prozent und einem Jahreseinkommen von 12.000 Euro 36 Euro sparen. Bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro sind es bereits 90 Euro Ersparnis und bei Gutverdienern mit 42.000 Euro Einkommen pro Jahr entspräche dies 126 Euro.

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