GKV: Rabatte reduzieren Anstieg der Arzneimittelkosten

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GKV spart bei Medikamenten

Auch wenn die Ausgaben für Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung, im Vergleich zum Vorjahr, wieder gestiegen sind, so ist in den vergangenen Jahren ein eindeutiger Trend zu erkennen. Von Jahr zu Jahr nimmt der Anstieg ab. So stiegen die Kosten für Arzneimittel, im Vergleich zum Jahr 2009, um lediglich 177 Millionen Euro auf 30,2 Milliarden Euro.

Rabatte bremsen den Anstieg der Kosten aus

Im Jahr 2010 wurde 0,6 Prozent mehr Geld für Arzneimittel ausgegeben als im Jahr davor.

Seit Jahren nimmt der Anstieg der Medikamentenkosten von Jahr zu Jahr ab. Mussten vor vier Jahren noch Anstiege von rund 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden, so sind es zwischen 2009 und 2010 lediglich 177 Millionen Euro gewesen.

Die Ursache dafür findet sich hauptsächlich bei den Herstellerrabatten, die durch das GKV-Änderungsgesetz erhöht worden sind. So stieg durch das GKV-Änderungsgesetz besonders der Herstellerrabatt für Medikamente ohne Festbetrag von sechs auf 16 Prozent. Durch weitere Rabattverträge, welche die Pharmakonzerne mit den gesetzlichen Krankenkassen geschlossen haben, belaufen sich die Gesamtrabatte insgesamt auf 2,9 Milliarden Euro. Die Rabatte sind damit im Vergleich zu 2009 um 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Allein von 2009 auf 2010 bedeutet dies einen Anstieg von knapp 50 Prozent.

Medikamentenverschreibung steigt weiter

Auch wenn durch die Rabatte der Pharmakonzerne die Kostenschraube ausgebremst wurde, so stiegen die Gesamtkosten erneut an. Daraus ergibt sich, dass auch im Jahr 2010 wieder mehr Medikamente verschrieben worden als im Vorjahr. Eine Entwicklung, die vor dem Hintergrund der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen von Interesse sein dürfte.

Eine weitere Ursache für Einsparungen ist die Tatsache, dass die Versicherungen bei abgelaufenen Patenten auf günstigere Alternativen mit demselben Wirkstoff wechseln konnten, wodurch weitere 432 Millionen Euro eingespart wurden. Gleichzeit stiegen aber die Kosten für teurere Analogwirkstoffe und die Modernisierung verschiedener Therapien, sodass in diesem Bereich die Kosten um 482 Millionen Euro stiegen.

 

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