GKV für zeitlich begrenzte Zulassung von Kassenärzten

Arztlizenzen

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Zwischen gesetzlicher Krankenversicherung und den Ärztevertretungen herrschen seit einigen Wochen ernste Spannungen. Entzündet durch die Debatte um den Ärztemangel, schieben sich die Beteiligten gegenseitig den schwarzen Peter zu. Jetzt hat der GKV-Spitzenverband nachgelegt. Und den Ärzten einen unangenehmen Start in die Zeit nach Ostern beschert. Es wird eine zeitliche Begrenzung der Zulassung für Vertragsärzte gefordert.

GKV-Verband will umverteilen

In den Augen der gesetzlichen Krankenversicherung geht die aktuelle Debatte um den Ärztemangel am eigentlichen Problem.

Deutschland habe ausreichend Ärzte. Was allerdings zum Problem wird, ist in den Augen des Verbands die Tatsache, dass sich viele Mediziner in überversorgten Gebieten niederlassen. Auf genau diesen Bereich zielt der Vorstoß ab. Es soll nach Ansicht des GKV-Spitzenverbands in Zukunft nicht mehr möglich sein, die Zulassungen von einem Arzt auf die nächste Generation weiterzugeben.

Auf diese Weise soll der Überschuss abgebaut werden. Die Retourkutsche der Ärzteschaft ließ nicht lange auf sich warten. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung erlischt die Zulassung schon jetzt mit dem Lebensende. Parallel wies der KBV daraufhin, dass der Verkauf einer Praxis für den Arzt ein Teil der Alterssicherung sei. Allerdings geht der GKV-Verband in seinen Forderungen noch weiter.

Spitzenverband will Honorare kürzen

Denn der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung würde am liebsten nicht nur die Zulassungsregeln ändern. Der GKV-Verband stellt eine Forderung, die in den Augen der Kassenärzte mit Sicherheit das Fass zum Überlaufen bringt. Seitens des GKV-Spitzenverbands wurde die Forderung laut, die Honorare von Ärzten zu kürzen, die sich in überversorgten Gebieten niederlassen. Für die Mediziner dürfte dieser Punkt Zündstoff bereithalten, an dem sich neuer Streit entzünden wird.

Eines bleibt abseits der Auseinandersetzung zwischen Ärzten und GKV-Verband aber bestehen. Die Tatsache, dass Deutschlands zweigeteiltes Gesundheitswesen dringender Veränderungen bedarf, um auch in Zukunft eine umfassende Vor- und Fürsorge gewährleisten zu können. Denn die Probleme lassen sich durch gegensätzliche Forderungen nicht lösen.

 

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