GKV: Einsparungen bei Fusion im Auge behalten

Mit Einführung des Gesundheitsfonds hat die Bundesregierung den Krankenkassen die Möglichkeit für den Zusatzbeitrag gegeben. Angesichts derzeit gut gefüllter Kassen im System haben verschiedene Krankenkassen bereits für das kommende Jahr 2012 den Verzicht auf den Zusatzbeitrag angekündigt. Darunter auch die aus der DAK und BKK Gesundheit neuentstandene DAK Gesundheit, die auf einen Zusatzbeitrag ab April 2012 verzichten kann.

Versicherte können nicht nur beim Zusatzbeitrag sparen

Der Zusatzbeitrag ist für viele Versicherte sicherlich der – zumindest auf finanzieller Seite – wichtigste Faktor für die Entscheidung über die geeignete Krankenkasse.

Viele vernachlässigen dabei aber das Preis-/Leistungsverhältnis, so der Geschäftsführer des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI), Thomas Lemke. Die meisten Krankenkassen haben mittlerweile attraktive Bonusprogramme im Angebot, mit denen die Versicherten viel Geld sparen können. So ist es beispielsweise möglich, mit einem Wahltarif zum Selbstbehalt und Beitragserstattungen die Kosten für private Behandlungen zu senken. Es gibt aber auch andere Alternativen.

So können in etwa Punkte gesammelt werden, in dem an Kursen zur Vorbeugung von Krankheiten, z. B. Rückenschule, Krebsvorsorge oder bei Nichtraucherseminaren teilgenommen wird. Die dabei gesammelten Punkte werden dann in Sachpreise oder Geldprämien eingelöst. Sollten diese Möglichkeiten klug mit einem Wahltarif kombiniert werden, lassen sich große Geldsummen einsparen.

Veränderungen bei Fusionen beachten

Wer sich für die Wahltarife und Zusatzleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung entscheidet, kann unterm Strick Geld sparen. Allerdings sollten Kassenpatienten angesichts der aktuellen Fusionswelle im System der GKV sehr genau deren Folgen im Blick behalten. Denn durch den Zusammenschluss einzelner Krankenkassen kann es durchaus sein, dass diverse Zusatzleistungen wegfallen.

Wer sich für die Einsparpotenziale in der GKV entscheidet, muss also auch 2012 die Augen offen halten. Viele Experten gehen davon aus, dass es auch im kommenden Jahr wieder Zusammenschlüsse mit den entsprechenden Folgen geben wird. Bei den Wahltarifen muss darüber hinaus auch auf die verlängerten Wartefristen geachtet werden, die einige Kassenpatienten gern unterschätzen.

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