GKV: DAK und BKK Gesundheit fusionieren

Aus DAK und BKK wird DAK Gesundheit

Aus DAK und BKK wird DAK Gesundheit

In der gesetzlichen Krankenversicherung scheinen Fusionen derzeit im Trend zu liegen. Jetzt haben sich zwei Branchengrößen zusammengeschlossen und wollen ab 2012 mehr als 6,5 Millionen Mitglieder versichern. Die Rede ist von der DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) und der BKK Gesundheit. Beide Krankenkassen schließen sich zur DAK Gesundheit zusammen.

Fusion kommt nicht von ungefähr

Mit dem Zusammenschluss vereinen sich zwei Krankenkassen, die allein für sich schon eine beeindruckende Größe in die Waagschale werfen können.

So ist die DAK mit ihren 5,6 Millionen bereits einer der Branchenriesen. Die BKK Gesundheit schafft es zwar nicht ganz so weit, ist aber immer noch die größte Betriebskrankenkasse. Fasst man die Versicherten beider Kassen zusammen, wächst die neue GKV auf rund 6,6 Millionen Versicherte an und kommt damit deutschlandweit auf Platz 3.

Den Betrieb soll die neue Krankenkasse übrigens ab 1. Januar 2012 aufnehmen. Dann, so die Pläne, wird es die DAK Gesundheit geben, welche sich nicht nur in Bezug auf die Mitglieder besser am Markt positionieren kann und einen höheren Marktanteil mitbringt, sondern auch deutlich an Potenzial gegenüber den Leistungserbringern gewinnt.

Fusion als strategische Partnerschaft

Zusammenschlüsse, wie sie derzeit häufiger von den gesetzlichen Krankenkassen zelebriert werden, haben einen handfesten Hintergrund. Am Beispiel der DAK und der BKK Gesundheit lässt sich leicht nachvollziehen, welche Idee hinter dem Zusammenschluss steckt. Eine Krankenkasse muss deutlich weniger Geschäftsstellen unterhalten als zwei Krankenkassen. Darüber hinaus verteilen sich Risiken im Versichertenkollektiv auf deutlich mehr Schultern.

Beide – sowohl DAK als auch die BKK Gesundheit – haben in der Vergangenheit nämlich durch den Zusatzbeitrag und einen erheblichen Mitgliederschwund von sich Reden gemacht. Für viele Experten ist daher klar, dass es in Zukunft zu weiteren Fusionen bei den gesetzlichen Kassen kommen wird. Besonders die vielen kleinen Versicherer werden mittel- bis langfristig wahrscheinlich verschwinden und in größeren Konglomeraten im Bereich der GKV aufgehen.

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