Gesundheits-Apps: jetzt auch fürs Smartphone

Wie die Tageszeitung Berliner Morgenpost berichtet, können nun auch Smartphone-Besitzer Gesundheits-Apps verwenden. Zuvor gab es diese nur für iPhones und iPads. Die Applikationen bieten Gesundheitsinformationen, Selbsttests, eine Arztsuche und viele weitere Tools. Immer mehr Krankenkassen stellen ihren Versicherten eine solche App zur Verfügung. Auf der Technologiemesse CeBIT in Hannover werden mehrere Systeme gegenübergestellt.

Möglichkeiten der Programme

Die von einigen Krankenversicherungen angebotenen Apps statten die Nutzer mit zahlreichen gesundheitsfördernden Werkzeugen aus. Dazu zählen unter anderem innovative Tests zur eigenen Gesundheit, bei denen der Hauttyp, der Sonnenschutz oder die Fitness des Anwenders bewertet werden können. So haben Forscher des Instituts für Präventivmedizin der Universität Rostock einen mobilen Gesundheitsmanager entwickelt, der ein persönliches Stressprofil erstellen kann. Der User muss hierfür einen 77 Gramm schweren Brustgurt tragen, an dem sich Sensoren befinden. Diese erforschen laufend die Herz- und Atemfrequenz, die Position des Körpers, die Temperatur der Haut und die Bewegungsaktivität.

Auch lässt sich mit einem Promillerechner ermitteln, wie viel Alkohol der Nutzer im Blut hat, inwieweit er durch den Alkohol beeinträchtigt und wie fahrtauglich er ist. Zudem bieten Gesundheits-Apps Ernährungstipps, Kalender zu Fruchtbarkeitsphasen, die Erinnerung an Arzttermine und Anleitungen zur Ersten Hilfe. Die Arztsuche ermöglicht dem Anwender, bundesweit nach Ärzten, Zahnärzten und Kliniken zu suchen. Hierbei kann er sich zwischen zahlreichen Diagnose- und Therapieschwerpunkten entscheiden und sich ortsnahe Ärzte auf einer Karte zeigen lassen.

Wettbewerb auf der CeBIT

Auf der CeBIT in Hannover, der weltweit größten Messe für Informationstechnik, werden einige Gesundheits-Apps in einem Wettbewerb konkurrieren. Diesen hat die AOK ausgeschrieben, die selbst diverse Applikationen anbietet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und geht zu je 50 % an Wissenschaftler des Instituts für Präventivmedizin der Universität Rostock sowie Forscher der Kölner Firma Rehasan.

Das Kölner Unternehmen hat eine internetbasierte Applikation für die Nachsorge in der Rehabilitation entwickelt. Diese Anwendung bietet Fernuntersuchungen und -diagnosen. Über das Smartphone werden Vitaldaten des Anwenders direkt an Ärzte übermittelt, was eine ständige Fernüberwachung ermöglicht. Diese Daten werden Teil einer digitalen Patientenakte. Sind kritische Zustände absehbar, können die Mediziner unmittelbar mit dem Patienten kommunizieren. Das innovative Programm könnte auch zur ärztlich betreuten Gewichtsabnahme eingesetzt werden.

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