Gesundheit: Zecken tauchen zunehmend in Städten auf

Zecken in Städten

Zecken breiten sich in Städte aus

Zecken galten bisher auf dem Land als Problem. Inzwischen tauchen die Blutsauger allerdings in einigen Regionen der Bundesrepublik zunehmend auch in den Städten auf und werden vor allem für die Besucher von Stadtparks zu einer Gefahr. Dabei geht ein besonderes Risiko durch den Stich der Zecken aufgrund der Übertragung von Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis oder engl. tick-borne encephalitis) aus.

LGL findet Zecken vermehrt in Parks

Die Nachricht, dass Zecken vermehrt in Parks gefunden werden, dürfte viele Verbraucher verunsichern.

Schließlich gelten die Plagegeister deutschlandweit als nicht ungefährlich. Lange wurde die Gefahr in Städten scheinbar unterschätzt. Das Landesamt für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit Bayern gab allerdings jetzt bekannt, dass in neun Stadtparks des Freistaats die kleinen Blutsauger gefunden worden.

Es bleibt allerdings offen, welche Parks in Bayern im Einzelnen betroffen sind, da das Landesamt für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit hierzu keine Angaben machte. Verbraucher stehen damit vor einem Problem, denn ohne Kenntnis der „Risikogebiete“ muss ein genereller Schutz ergriffen werden. Wie kommen Zecken aber in Stadtparks? Möglich wäre die Einschleppung durch Haustiere wie Hunde oder der Transport im Gefieder von Vögeln, an welches die Zecken sich in ländlichen Gebieten anhaften.

Gesundheitsrisiko: FSME und Borreliose

Welche Gefahr geht von Zecken für Verbraucher aus? Grundsätzlich sind die Hauptrisiken eine Erkrankung mit FSME und Borreliose. Bei beiden handelt es sich um Infektionen, allerdings wird FSME von Viren, Borreliose dagegen von Bakterien ausgelöst. Entsprechend schwierig ist die Prophylaxe im Fall der Borreliose. In der Regel kann derzeit nur eine Therapie nach erfolgter Infektion erfolgen.

Das Problem: Der Krankheitserreger verursacht nur in einem Bruchteil der Fälle tatsächlich sichtbare Symptome, lässt sich daher nur über die Antikörper sicher nachweisen. Wer ein einem betroffenen Stadtpark von einer Zecke gestochen wird, sollte das Tier umgehend mit einer Pinzette entfernen. Wichtig: Niemals Öl o. Ä. verwenden. Im Todeskampf injiziert die Zecke nur noch mehr Speichel in den Wirt.

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