Gesundheit: Wenn Joggen krank macht

Joggen ist Balsam für unsere Gesundheit. Ein Grundsatz, den jeder kennt. Und so wundert es nicht, dass die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage auch viele Freizeitsportler wieder an die Luft getrieben hat. Allerdings kann falsches Laufen der Gesundheit schaden. Laut einer neuen Studie der AOK läuft ein erheblicher Teil der Sportler falsch. Die gesetzliche Krankenkasse geht davon aus, dass dies bei rund zwei Drittel der Studienteilnehmer der Fall ist.

Falsches Laufen kontraproduktiv

Durch das Joggen werden die Muskulatur, das Herz-Kreislauf-System sowie Sehnen und Bänder gestärkt.

Gleichzeitig hilft Laufen dabei, das Gewicht auf Normalmaß zu halten. Für die meisten Freizeitsportler Gründe, im Frühling mit dem Laufen zu beginnen. Allerdings warnt eine Studie der AOK davor, falsch an den Sport heranzugehen. Für die Untersuchung wurden rund 10.000 Personen im Zeitraum zwischen Dezember 2006 und November 2010 zu ihrem Laufverhalten befragt.

Für die Auswertung teilte man die Befragten anhand der Antworten auf Fragen zum Laufverhalten in drei Gruppen ein, wobei nur eine Kategorie vom Joggen profitierte. Das Ergebnis: Nur 32 Prozent der Teilnehmer fielen in die Gruppe, deren Verhalten einen echten gesundheitlichen Nutzen mit sich brachte. Alle anderen Jogger liefen falsch bzw. setzten sich beim Laufen ernsten Gesundheitsgefahren aus. Denn wer falsch läuft, erreicht am Ende genau das Gegenteil.

Wie sieht falsches Laufen aus?

Ein wesentlicher Punkt, der über Sinn und Nutzen des Joggens mitbestimmt, ist das Achten auf Warnsignale. Muskelkrämpfe, Erschöpfungszustände und schwerer Atem sind drei Anzeichen, mit denen der Körper das Bedürfnis nach einer Pause signalisiert. Gleichzeitig können Schmerzen beim Joggen in den Gelenken und Sehnen ein Zeichen für falsches Laufen oder falsches Equipment sein. Hier sind Gelenkschäden durch falsche Schuhe oder den Untergrund vorprogrammiert.

Richtiges Laufen erforderlich

Die Ergebnisse der AOK-Studie machen eines deutlich. Wer läuft, muss auf seinen Körper achten. Insbesondere der Puls spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Dessen Kontrolle garantiert nicht nur ein schonendes und gesundheitsfreundliches Lauftraining. Auch der Trainingseffekt im Bereich des Fettstoffwechsels lässt sich auf diese Weise optimieren. Gleichzeitig sollten Freizeitsportler im Bereich Equipment auf eine professionelle Beratung achten und der Leistung angepasste Laufstrecken suchen.

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