Gesundheit: Tattoofarbe kann Krebs auslösen
Tätowieren ist in den vergangenen Jahren zu einem Trend geworden. Wissenschaftler schlagen jetzt Alarm. In Tattoofarbe haben die Forscher Inhaltsstoffe gefunden, die Krebserkrankungen auslösen können. Daher raten die Experten allen Verbrauchern, sich vorab genau über die Herkunft sowie den Inhalt der Farbe für ihr Tattoo zu informieren und nur zu unbedenklichen Produkten zu greifen.
Tattoofarbe – Gift unter der Haut
Tribals, Schriftzüge, Bilder – der Körperkult, mit einer Nadel unter die Haut gestochen, ist nicht nur bei Promis beliebt.
Für ihre Studie untersuchten die Wissenschafter insgesamt 38 Farben. Das Erschreckende: Die Tattoofarbe wurde in 34 Prozent der Fälle, also gut zu einem Drittel beanstandet. In ihren Untersuchungen konzentrierten sich die Forscher vor allem auf gelbe, orange und rote Tattoofarbe. Gefunden wurden nicht nur Inhaltsstoffe, die in Kosmetika eigentlich verboten ist, sondern auch gefährliche Substanzen.
Abfallprodukte in Tattoofarbe gefunden
Daneben tauchten in Proben auch Abfallprodukte aus Autofarben und Schwermetalle auf. Die Liste der gefundenen Inhaltsstoffe gleicht einem Giftcocktail. Bestandteile aus Wandfarben, Nanopartikel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – kurz PAK – tauchten in den untersuchten Farben auf. Letztere stehen im Verdacht, Krebserkrankungen zu begünstigen. Das Gefährliche: Die Inhaltsstoffe wirken über Jahre, die Krankheit entsteht erst spät. Wer sich mit solchen Farben tätowieren lässt, trägt eine tickende Zeitbombe unter der Haut.
Strengere Regeln gefordert
Die Experten vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) forderten angesichts der Ergebnisse ihrer Untersuchung strengere Regeln aus der Politik für Tattoofarbe. Anders im Kosmetikbereich sind die Vorgaben hier weniger streng. Verbraucher sollten sich vorab genau über die Herkunft der Farbe informierten und auf Tattoofarbe aus Europa greifen. Nur kontrollierte und gesundheitlich unbedenkliche Farben gehören unter die Haut.
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