Gesundheit: Spur des EHEC-Erreger führt nach Spanien

Die Tage der Ungewissheit scheinen vorbei. In einem Hamburger Labor wurde eine heiße Spur zur Quelle des EHEC-Bakteriums entdeckt. Scheinbar stammen die Lebensmittel, mit denen der EHEC-Keim verbreitet wurde, aus Spanien. Es soll sich dabei um Salatgurken handeln. Bei einer der getesteten Proben handele es sich sogar um eine Bio-Gurke. Von der Infektion mit dem enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterium ist mittlerweile nicht mehr nur Deutschland betroffen.

EHEC-Erreger schwappt in EU über

Zu den betroffenen EU-Ländern, in welchen inzwischen auch Fälle einer EHEC-Infektion auftraten, gehören Großbritannien, den Niederlanden und Schweden.

Die betroffenen Patienten sollen sich beim Aufenthalt in Deutschland mit dem Bakterium angesteckt haben. RAPEX – das Schnellwarnsystem der EU – wurde bisher aber nicht aktiviert. In der EU scheint man die Lage vorerst beobachten zu wollen.

Die Entdeckung zur Quelle der EHEC-Welle machte das Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg. Hier fiel der Test von vier Proben positiv aus. Dabei handelte es sich um drei Proben von Salatgurken aus Spanien. Allgemein auf ganz Deutschland lässt sich das Ergebnis aber nicht ausdehnen, Experten halten sich in diesem Zusammenhang mit Schlussfolgerungen zurück. Dass der EHEC-Erreger diesmal solch dramatische Auswirkungen hat, liegt daran, dass dieser spezielle Stamm in Deutschland bisher kaum in Erscheinung getreten ist.

Fallzahlen steigen rasant an

Trotz der Entdeckung einer möglichen Quelle gibt es von Entwarnung keine Spur. Die Fallzahlen steigen auch am Donnerstag dramatisch an. Allein bei den Patienten mit dem hämolytisch-urämischen Syndrom verzeichnete das RKI einen Anstieg von 140 Fälle (Mittwoch) auf mehr als 200 am Donnerstag – Tendenz steigend. Was den Erreger-Stamm so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass er gegen viele Antibiotika immun ist.

Die Warnung der Experten vor rohem, ungewaschenen Gemüse gilt also nach wie vor. Die deutschen Bauern sind aufgrund der Entdeckung allerdings entlastet. Bislang ging man davon aus, dass die Quelle der Infektionswelle in Norddeutschland liegt, scheint aber nun doch weiter im Süden suchen zu müssen.

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