Gesundheit: Neuer Impfstoff gibt Brustkrebspatienten Hoffnung

[16.12.2011] Amerikanische Forscher haben neue Erfolge und Fortschritte bei der Bekämpfung von Brustkrebs erzielt. Bei Tierversuchen konnten Tumore um bis zu 80 Prozent verkleinert werden. Diese Erfolge ließen sich bei 90 Prozent der untersuchten Brustkrebsarten nachweisen und lassen gleichzeitig die Hoffnung zu, auch andere Krebsarten mit den neuen Wirkstoffen eine erfolgversprechende Therapie zu entwicklen.

Impfstoff aktiviert Immunsystem

[Berlin] Bei herkömmlichen Krebstherapien handelt es sich meistens um eigene Körperzellen des Patienten, die im Labor erst isoliert und genetisch verändert werden müssen.

Dies ist eine langwierige, teure und schwierige Prozedur, der neue Impfstoff hat die Eigenschaften, dass er komplett synthetisch hergestellt werden kann und damit in schnell in großen Mengen bereitstehen würde.

Der Clou bei dem neuen Impfstoff liegt darin, dass er ein Zuckermolekül erkennt und identifiziert, welches so nur bei Krebszellen vorkommt. Dieses Molekül – MUC1 – konnte bisher auf 70 Prozent aller tödlichen Krebsarten nachgewiesen werden und könnte auch bei Leukämie wirksam sein. Die Leiterin der Studie, Sandra Gendler vom Mayo Clinic College of Medicin in Scottsdale/Arizona, erklärte zu den bisherigen Ergebnissen: „Dies ist das erste Mal, dass ein Impfstoff entwickelt wurde, der das Immunsystem darauf trainiert, Krebszellen aufgrund ihrer spezifischen Zuckermoleküle zu erkennen und abzutöten.“

Die wichtigste Information, die der Wirkstoff enthält, ist ein „Bauplan“ des Zuckermoleküls, mit welchem dem Immunsystem die notwendigen Informationen gegeben werden, um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Des Weiteren erhalten die T-Helferzellen den Befehl, aktiv zu werden und somit die Produktion von Antikörpern und Fresszellen zu starten.

Krebs vielleicht bald heilbar

Der neue Impfstoff wurde bisher lediglich an Mäusen getestet, erzielte hier jedoch mehr als zufriedenstellende Ergebnisse. Der nächste Schritt der Forscher ist der Test an menschlichen Krebszellen im Labor.

Sollte auch der letzte Schritt, der Test auf die Verträglichkeit beim Menschen, ein Erfolg werden, können viele Krebspatienten neue Hoffnung schöpfen. Sollten die letzten Labortests erfolgreich verlaufen, gehen die Forscher davon aus, das Ende 2013 erste Tests und umfangreiche Testreihen am Menschen durchgeführt werden können.

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