Gesundheit: Neue Vorsorge für Kinder gefordert

Die Krankheitsbilder, mit denen Ärzte sich heute auseinandersetzen müssen, verändern sich. Diese Entwicklung setzt bereits im Bereich der Kindermedizin ein. Aufgrund ungesunder Ernährung sowie eines falschen Lebensstils sind viele Kinder, die heute in deutschen Wartezimmern sitzen, zu dick. Damit einher gehen natürlich auch entsprechende Krankheiten, zu denen unter anderem Diabetes, aber auch Angsterkrankungen und Depressionen gehören. Kinderärzte fordern daher neue Vorsorgeuntersuchungen für ihre Patienten, um den Veränderungen gerecht zu werden.

Deutliche Veränderungen in den Krankheitsbildern

In den Augen vieler Kinderärzte ist Deutschland nach wie vor vorbildlich, was die Vorsorge im Bereich der Kindermedizin betrifft.

Allerdings bemängeln die Mediziner, dass erheblich Teile der Vorsorgeprogramme heute nicht mehr zeitgemäß sind und den Herausforderungen, welche im Alltag auf den Kinderarzt warten, nicht mehr gerecht werden können. Sich lediglich mit Impfungen und Gesundheitschecks zu beschäftigen, reicht nach Ansicht vieler Kinderärzte nicht mehr aus.

Denn ähnlich der Situation bei den Eltern verändern sich auch die Krankheitsbilder bei vielen Kindern. Typische Infektionskrankheiten der früheren Jahre sind seltener geworden. Dafür treten heute mehr sogenannte „Zivilisationskrankheiten“ in Erscheinung. Dazu gehören unter anderem Allergien, adipöse Entwicklungen mit den Folgen Diabetes und Problemen für das Herz-Kreislauf-System. Gleichzeitig nehmen auch psychische Erkrankungen wie Depressionen zu.

Mehr soziale Beratung

Was könnte nach Ansicht der Kinderärzte aber helfen, um den Problemen des Alltags gerecht zu werden? Neben dem Befassen mit der rein medizinischen Komponente machen sich Kinderärzte für eine stärkere soziale Komponente stark. Eltern und Kinder sollten in Zukunft stärker unter diesem Aspekt im Rahmen der Vorsorge betreut werden. Gleichzeitig wollen die Kinderärzte Schulen und Kindertagesstätten wesentlich stärker als bisher in den Prozess der Vorsorge einbinden.

Aus Sicht der Ärzte muss sich im Bereich der Vorsorge über kurz oder lang etwas ändern. Auch die Tatsache, dass nicht jede der Vorsorgeuntersuchungen seitens einiger Kassen getragen wird, stört die Mediziner, die hier Nachholbedarf anmelden.

 

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr