Gesundheit: Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handygebrauch

Seit Anbruch des Zeitalters der Mobiltelefonie steht auch die Frage in der Öffentlichkeit, ob die elektromagnetische Strahlung das Risiko für Krebserkrankungen erhöht. Die bisher größte Studie, die zu diesem Thema bisher durchgeführt wurde, gibt Entwarnung. Bei der Studie konnten keine Anzeichen für ein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt werden, auch nicht bei extremen Vieltelefonierern.

Dänische Studie gibt Entwarnung

Dänemark ist für Studien dieser Art hervorragend geeignet.

Auch wenn in dem kleinen Land nur rund 5,5 Millionen Menschen leben, so ist doch jeder Bürger mit einer eigenen Personenkennziffer versehen, die in allen möglichen Situationen erfasst wird. So wird die Kennziffer sowohl beim Abschluss eines Handyvertrages registriert als auch bei der Diagnose von Krebs. Von daher konnte die Forscher vom Institut für Krebsepidemiologie in Kopenhagen auf die Daten aller über 30-jährigen Dänen zurückgreifen. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in dem Fachblatt British Medical Journal.

Für die Studie wurden alle Personen registriert, die zwischen 1982 und 1995 einen Handyvertrag abschlossen. Die Forscher erklärten zu den Ergebnissen: „Wir konnten keinen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Krebs und dem Gebrauch von Handys erkennen.“ Den Forschern ist allerdings auch das Problem pauschaler Aussagen klar und sie wollen keinen Hinweis für die uneingeschränkte und gefahrlose Nutzung von Mobiltelefonen abgeben, denn besonders für die Entwicklung über mehrere Jahrzehnte hinweg sind noch keine ausreichenden Daten vorhanden.

Einfluss auf Kinder noch ungewiss

Ein anderer Grund, weswegen die Forscher dem Mobiltelefon keine 100-prozentige Gefahrlosigkeit ausstellen wollen und können, ist, dass die Wirkung auf Heranwachsende heute zu den noch sehr wenig untersuchten Bereichen gehört. Es gibt aber auch Kritik an den Ergebnissen der Studie.

So sind beispielsweise Firmentelefone, die auf keinen bestimmten Namen laufen, in die Kategorie der Nichttelefonierer gefallen, aber gerade in dieser Gruppe könnten sich Vieltelefonierer befinden, die das Gesamtbild beeinflussen. Des Weiteren sind alle Dänen, die erst nach 1996 begonnen haben mobil zu telefonieren, der Gruppe der Nichtnutzer zugeschrieben worden. Da die Studie jedoch auf den nackten Zahlen aufbaut und nicht von subjektiven Empfindungen von Patienten beeinflusst wird, gilt die Studie als repräsentativ.

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