Gesundheit: Kassenzettel sind pures Gift

Täglich gehen zehntausende Kassenzettel durch die Hände deutscher Verbraucher. In der Regel macht sich niemand über mögliche Gesundheitsgefahren Gedanken. Die Umweltorganisation „Greenpeace“ hat allerdings im Rahmen von Untersuchungen herausgefunden, dass viele der Kassenbons pures Gift für die Gesundheit sind. In sieben von acht Proben verschiedener Unternehmen tauchten Bisphenole (BPA und BPS) in höheren Konzentrationen auf.

Bisphenole in Kassenzetteln

Die Umweltschützer untersuchten Kassenquittungen von insgesamt acht Unternehmen aus dem Einzelhandel, dem Post- und Personenverkehr.

Das erschreckende Ergebnis: In fast allen der beprobten Einkaufsquittungen tauchten die Schadstoffe Bisphenol A und Bisphenol S auf. Beide – sowohl BPA (Bisphenol A) und BPS (Bisphenol S) – gelten als gesundheitsschädlich, sind aber nicht nur in den Kassenbons enthalten, sondern auch als Weichmacher in Kunststoffprodukten.

Die in den Kassenzetteln gefunden Werte von BPA und BPS sind insofern kritisch, als dass die Konzentrationen a) höher sind als in anderen Produkten und b) die gesundheitsschädlichen Stoffe auch leichter über die Haut aufgenommen werden können. Wie kommen die Weichmacher aber überhaupt auf Kassenzettel in deutschen Supermärkten?

Bisphenol auf Thermopapier

Kern des Problems ist der Einsatz von Thermopapier. Hier werden die Bisphenole als Medium eingesetzt, das unter Hitze Basis der typischen schwarzen Schrift wird. Allerdings können an den Kassenzetteln Rückstände anhaften, die für den Verbraucher bei Kontakt eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit darstellen. Laut Greenpeace sollen die Konzentrationen auf den Kassenquittungen im Milligrammbereich liegen.

Zum Vergleich: Die EU-Lebensmittelbehörde hält bereits 0,05 mg Bisphenol A, bezogen auf ein Kilogramm Körpergewicht, für gefährlich. Eine besondere Gesundheitsgefahr geht also nicht nur für den Verbraucher von den Kassenquittungen aus – die Mitarbeiter an den Kassen der Märkte sind besonders betroffen. Bisphenol stehen in dem Verdacht, den Hormonhaushalt des Menschen negativ zu beeinflussen und Auswirkungen auf den Verlauf von Schwangerschaften zu haben. Besonders kritisch werden die Weichmacher daher bei Kindern und Heranwachsenden gesehen.

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