Gesundheit: Kaffee beugt Prostatakrebs vor

Eigentlich gilt Kaffee im Volksmund eher als gesundheitsschädlich. Allerdings weisen neuere Studien eher in die andere Richtung. Wer Kaffee trinkt, kann unter anderem das Krebsrisiko verringern. Eine Studie der Harvard School of Public Health kommt zu dem Schluss, dass der Trank dem Risiko vorbeugt, an Prostatakrebs zu erkranken. Kaffee verdient also alles andere als das negative Image der letzten Jahre, sondern sollte zunehmend positiv betrachtet werden.

Krebsrisiko bei Kaffeetrinkern geringer

Eigentlich beschäftigte sich die Studie mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Kaffeetrinkens.

Die Forscher der Harvard School of Public Health untersuchten mehr als 47.000 Probanden in einer Langzeitstudie. Über einen Zeitraum von 1986 bis 2008 wurden die Teilnehmer der Studie in regelmäßigen Abständen untersucht und nach ihrem Kaffeekonsum befragt. Das Ergebnis dürfte viele Verbraucher verblüffen.

Denn bei denen, die pro Tag mehr als sechs Tassen das schwarzen Tranks zu sich nahmen, sank das Risiko für Prostatakrebs erheblich. Die Wissenschaftler sprechen von einem um 20 Prozent geringeren Risiko. Unterm Strich lässt sich also festhalten, dass Kaffee in der Lage ist, der Entstehung von Prostatakrebs vorzubeugen. Die Forscher der Harvard School of Public Health gehen aber noch einen Schritt weiter.

Bereits drei Tassen helfen

In ihrer Untersuchung kommen sie zu dem Schluss, dass bereits drei Tassen am Tag ausreichend sind, um das Risiko für die Entstehung von Prostatakrebs um 30 Prozent zu verringern. Mit dem Kaffeekonsum steigt nach Meinung der Forscher auch das vorbeugende Potenzial. Extreme Kaffeegenießer könnten das Risiko sogar um mehr als 50 Prozent absenken. Wie genau Kaffee diese Wirkung entfaltet, ist den Wissenschaftlern allerdings nicht klar.

Eines steht allerdings fest – das Koffein ist nicht Zünglein an der Waage. Anscheinend ist einer der vielen anderen Inhaltsstoffe oder ein ganzer Cocktail für die Wirksamkeit des Kaffees als Anti-Krebs-Substanz verantwortlich. Die Forscher untersuchen daher bereits Kaffee weiter, um die Zusammenhänge zwischen Inhaltsstoffen und dem Zellwachstum der Tumore erklären zu können.

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