Gesundheit: Junge Arbeitnehmer öfter krank

Der Krankenstand liegt in Deutschland bei 3,4 Prozent und damit auf niedrigem Niveau. Sorgen bereitet dagegen die Situation in der Gruppe junger Arbeitnehmer. Hier sind Krankheiten auf dem Vormarsch und der Krankenstand steigt. Die Folge: Junge Beschäftigte bleiben öfter zuhause als ihre älteren Kollegen. Dies geht aus Studien hervor, die Techniker Krankenkasse und DAK durchgeführt haben. Ein Lichtblick – auch wenn sie öfter krank sind, so kommen junge Beschäftigte schneller wieder auf die Beine.

Zivilisationskrankheiten auf dem Vormarsch

Die TK hatte bereits gestern erste Zahlen zum Krankenstand des vergangenen Jahres veröffentlicht.

Dabei wurde vor allem die Zunahme im Bereich der psychischen Erkrankungen hervorgehoben. Die DAK hat sich im Zuge ihres Gesundheitsreports auch mit der Frage beschäftigt, welche Krankheiten in den jüngeren Versichertengruppen besonders hervorstechen. Das Ergebnis: Sogenannte Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck oder Fettsucht, nehmen zu.

Allein 12 Prozent der Diagnosen entfielen auf diese beiden Krankheitsbilder. Damit sind unter 30-Jährige in einem deutlich schlechteren Zustand als Kollegen höheren Alters in jungen Jahren. Zumal das frühe Einsetzen weitere Komplikationen nach sich zieht. Werden diese Risikofaktoren nicht vorbeugend behandelt, drohen schwerwiegende Gefäßerkrankungen und Diabetes. Ebenfalls auf dem Vormarsch sind psychischer Erkrankungen bei jungen Beschäftigten. Eine Tatsache, die Experten auf den zunehmenden Stress, eine unsichere Zukunft und die Überforderung zurückführen.

Junge Arbeitnehmer – häufiger, aber kürzer krank

Obwohl die aktuellen Studien belegen, dass in den jüngeren Berufsgruppen häufiger krankgeschrieben wird als bei älteren Kollegen, kann auch Positives vermeldet werden. So sind die jungen Arbeitnehmer in der Regel nach wenigen Tagen wieder auf den Beinen. Nicht so Kollegen höheren Alters. Die Daten deuten daraufhin, dass mit zunehmendem Alter die Krankheitsbilder komplizierter und langwieriger in der Therapie werden. Bei Beschäftigten zwischen 15 bis 19 Jahren dauerte eine Krankschreibung in der Regel sechs Tage, bei den über 55-Jährigen wesentlich länger – schon fast 19 Tage. Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und psychische Störungen sind hier regelmäßig auftretende Diagnosen.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr