Gesundheit: Herz unter Druck – die Gefahr von Bluthochdruck

 

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit, die meist im verborgenen bleibt, denn eine Frühdiagnose gestaltet sich oft schwierig. Wenn die Diagnose gestellt wird, ist es häufig bereits zu spät – die Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen. Die Deutsche Herzstiftung informiert unter dem Motto „Herz unter Druck“ während der Herzwochen mit Seminaren und Vorträgen über die heimtückische Krankheit.

Bluthochdruck – Gefahr von innen

Auf den diesjährigen Herzwochen informiert die Deutsche Herzstiftung bundesweit auf verschiedenen Veranstaltungen über die Gefahren und Behandlungsmethoden von Bluthochdruck.

Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland zwischen 18 und 35 Millionen Menschen unter einem zu hohen Blutdruck leiden. Ab einem Blutdruck von 140/90 mmHg – Millimeter Quecksilbersäule – sprechen Experten von einem zu hohen Blutdruck, normal sind 120/80. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdruckes ist daher eine wichtige vorbeugende Maßnahme, besonders mit zunehmendem Alter wird diese immer wichtiger.

Es wird empfohlen, bei Kindern und jungen Erwachsenen einmal zum Schulanfang, im Alter von 16 – 18 und mit Mitte Zwanzig den Blutdruck kontrollieren zu lassen. Sollten in der Familie bereits Fälle von Bluthochdruck bekannt sein, wird ab 30 eine jährliche Kontrolle empfohlen, ohne Vorbelastung ab dem 40. Lebensjahr. Bei Personen ab 50 sollte der Blutdruck halbjährlich überprüft werden.

Übergewicht und mangelnde Bewegung Ursache Nummer 1

Professor Stefan Blankenberg, Direktor der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf erklärte dazu, dass besonders Übergewicht und mangelnde Bewegung die stark unterschätzten Ursachen für Bluthochdruck sind. Sie machen zusammen mit erblichen Gründen rund 98 Prozent aller Bluthochdruck Erkrankungen aus.

Blankenberg erklärte weiterhin, dass als Erstmaßnahme immer Abnehmen und Bewegung empfohlen werden sollte. Nur wenn auch nach dreimonatiger Durchführung keine Besserung der Werte eintritt, sollte eine medikamentöse Behandlung angewendet werden. Für Blankenberg ist es jedoch wichtig, nicht auf ein Medikament allein zu setzten, sondern eine individuelle Kombination aus den vier bekannten Wirkstoffen anzuwenden. Diese Kombination muss je nach Alter und Schwere der Erkrankung angepasst werden.

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