Gesundheit: Erfolge bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Die ständige Impfkommission hat seit 2007 eine permanente Empfehlung, für Mädchen im Alter von 12 – 17 Jahren, für eine Impfung mit HPV herausgegeben. Seit dem die Impfung bei Frauen durchgeführt wird, sind die Fälle von Gebärmutterhalskrebs deutlich zurückgegangen. Fortschritte auf dem Gebiet der HPV-Forschung werden noch bis zum kommenden Donnerstag auf der 27. Internationalen Papillomavirus Konferenz in Berlin vorgestellt und diskutiert.

Deutliche Besserung mit Impfung

An der Tagung in Berlin nehmen rund 2.000 Wissenschaftler und Mediziner aus aller Welt teil.

Ein Experiment aus Australien zeigt, wie erfolgreich die Papillomaviren wirken, hier wurden in einer Impfkampagne junge Frauen unter 26 geimpft, und bereits nach drei Jahren sind die Zahlen der behandlungsbedürftigen Vorstufen um 50 Prozent gesunken. Auch der Rückgang von Warzen im Genitalbereich konnte durch eine Studie belegt werden. So ist bei geimpften Frauen ein Rückgang von bis zu 60 Prozent zu verzeichnen gewesen.

Auf dem Kongress konnten bereits mehrere Forschungsprojekte vorgestellt werden, die alle einen vielversprechenden Ansatz aufzeigen und Patientinnen neue Hoffnung auf eine baldige Heilung geben können. Dem Wissenschafter Lutz Gissmann, vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, ist allerdings auch eines klar, erfolgreiche Ergebnisse lassen sich nur mit hohen Impfraten erzeugen.

HPV-Forschung auf einem guten Weg

Es sind aber weitere Forschungen notwendig, um die Entwicklung beizubehalten und gar zu verbessern. So ist es laut Andreas Kaufmann, dem Leiter des Labors für Gynäkologische Tumorimmunologie der Berliner Charité möglich, die Wirkungsrate noch deutlich zu verbessern, indem die beiden verfügbaren Präparate kombiniert würden. So könnte mit einem Präparat eine Abdeckung von neun Virenstämmen erfolgen, und nicht mehr nur vier. Wobei auch hier Vorsicht geboten sein muss, denn eine Überbelastung des Immunsystems könnte die Folge sein.

In Deutschland erkranken jährlich rund 6.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und verlieren nicht nur ihre Gesundheit, sondern meist auch ihre Fruchtbarkeit. Eine in Frankreich entwickelte Methode bringt aber neue Hoffnung, denn eine Operationsmethode, die in Deutschland nur and er Charité angeboten wird, entfernt nur zwei Drittel des Gebärmutterhalses und erhält somit die Möglichkeit einer Schwangerschaft.

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