Gesundheit: Deutsche fürchten sich vor Krebs am meisten

Husten, Schnupfen und Heiserkeit gehören zur kalten Jahreszeit und werden von vielen Deutschen zwar als lästig, aber nicht lebensbedrohend empfunden. Vor welchen Krankheiten fürchten sich die Deutschen aber wirklich? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Umfrage der DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) und kommt zu dem Schluss, dass sich das Gros der Bevölkerung vor Krebs fürchtet. Aber auch die Angst vor psychischen Erkrankungen ist auf dem Vormarsch – Vorsorge in PKV und GKV wird damit zunehmend wichtiger.

Top-Ten der Krankheiten

Die Umfrage der DAK lässt eindeutige Rückschlüsse darüber zu, welche Krankheiten in der Bevölkerung am meisten Angst und Schrecken verbreiten.

So liegen Krebserkrankungen mit 73 Prozent deutlich an der Spitze. Dass drei Viertel aller Deutschen hiervor die größte Angst haben, führt aber leider nicht automatisch zu einer umfassenden Affinität gegenüber Vorsorgeuntersuchungen. Obwohl die GKV und die private Krankenversicherung entsprechende Leistungen anbieten, werden sie nur von einem Bruchteil der Versicherten in Anspruch genommen – trotz der Tatsache, dass Vorsorgeuntersuchungen die Chance einer Früherkennung von Krebs erhöhen.

Gefolgt werden die Krebsleiden in der Top-Ten-Liste der gefürchteten Krankheiten von Unfällen mit Verletzungsfolge (57 Prozent) und Schlaganfall sowie Alzheimer, die beide je 54 Prozent in der Umfrage der DAK erreicht haben. Auf den hinteren drei Plätzen liegen dagegen schwere Verlaufsformen von Erkrankungen der Atemwege (27 Prozent) sowie Diabetes (20 Prozent) und die Angst vor Geschlechtskrankheiten (19 Prozent).

Vorsorge und Risikofaktoren

Dass sich Verbraucher vor schweren Krankheitsbildern fürchten, belegt die Umfrage der DAK. Allerdings scheint die Furcht nicht weit genug zu gehen. Denn gerade im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen lassen sich eindeutige Defizite erkennen. So nimmt nur ein Bruchteil der Privatversicherten die Leistungen aus den Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch – unter anderem aus dem Unwissen heraus, dass die PKV hier überhaupt die Kosten erstattet.

Dabei sprechen die Versicherungsbedingungen eine eindeutige Sprache. Die PKV übernimmt Leistungen, die sich aus der Krankheitsvorsorge ergeben. Häufig ist es aber einfach die Einstellung, nur bei Krankheit zum Arzt zu gehen, die einer Vorsorgeuntersuchung im Weg steht.

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