Gesundheit: Der Wasserhahn als Bakterienschleuder

Händewaschen gilt allgemein als wichtiger Bestandteil der Körperpflege. Allerdings wirft eine Studie aus den USA jetzt ein anderes Licht optisch gesteuerte Wasserhähne, die auch in Deutschland immer wieder zum Einsatz kommen. Denn der komplexere Aufbau dieser Wasserhähne könnte dafür verantwortlich sein, dass der Wasserhahn stärker mit Keimen besiedelt und zur Bakterienschleuder wird.

Legionellen in optisch gesteuerten Wasserhähnen

Eigentlich wollte Emily Sydnor von Johns Hopkins University/Baltimore lediglich eine Untersuchung zur Reinigung der Wasserhähne mit einem optischen Sensor im Johns Hopkins Hospital durchführen.

Im Rahmen der Untersuchung entdeckten Sydnor und ihre Kollegen allerdings, in welchem Ausmaß die Wasserhähne mit dem Sensor kontaminiert waren. Eigentlich soll der Sensor genau das Gegenteil erreichen.

Je weniger der Wasserhahn berührt werden muss, umso niedriger die Kontamination, so der Gedanke. Allerdings zeigten die Proben genau das Gegenteil. In 50 Prozent der Proben optisch gesteuerter Wasserhähne tauchten Keime auf. Bei den herkömmlichen Wasserhähnen waren es dagegen nur 15 Prozent.

Komplexer Aufbau womöglich Ursache

Die genaue Ursache des hohen Keimaufkommens in den optisch gesteuerten Wasserhähnen ist zwar unbekannt. Allerdings haben die Forscher bereits einen Verdacht. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Wasserhahn sind die neuen Hähne wesentlich komplizierter aufgebaut. Eine Tatsache, welche die innere Fläche wesentlich erhöht. Und damit den Keimen mehr Fläche zum Besiedeln bietet.

Der Aufbau scheint aber nicht nur die Kontamination zu begünstigen. Auch das Reinigen der optisch gesteuerten Wasserhähne ist weitaus schwieriger als beim manuellen Wasserhahn. Nach einer Reinigung sank zwar die Keimzahl, die Verbreitung war trotzdem noch hoch. Die Wissenschaftler empfehlen daher den Verzicht auf diese Wasserhähne.

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