Gesundheit: Depressionen erhöhen Risiko eines Schlaganfalls
In der jüngeren Vergangenheit ist Depression als Krankheit immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit eingedrungen. Noch vor wenigen Jahren waren Depressionen ein Tabuthema und Personen, die darunter litten, haben sich zurückgezogen. Auch wenn mittlerweile ein Umdenken eingesetzt hat, werden die körperlichen Folgen nach wie vor unterschätzt.
Lebensgefahr durch Depression
Einem amerikanischen Forschungsteam ist es jetzt gelungen, in einer Studie die Risiken von körperlichem Leid durch Depression nachzuweisen.
Die Ergebnisse sind eindeutig, das Risiko eines Schlaganfalls steigt um 45 Prozent, dass es sich dabei im einen schweren Schlaganfall mit Todesfolge handelt, sogar um 55 Prozent. Auch das Risiko eines ischämischen Infarktes steigt deutlich an, um 25 Prozent. Dabei findet eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn statt. Lediglich den Einfluss auf einen hämorrhagischen Infarkt konnten die Forscher nicht erkennen. Veröffentlicht wurden die Daten im Fachmagazin „Jama“.
Depressionen nicht verharmlosen
Weiterhin hat die Studie ergeben, dass jedes Jahr weltweit knapp sechs Prozent der Männer und 9,5 Prozent der Frauen eine depressive Phase erleiden. Auch wenn Depressionen einige nachweisbare Einflüsse auf den Gesundheitszustand der Patienten haben, so erhöhen sie zum Beispiel Entzündungswerte im Blut und bringen die Gehirnchemie durcheinander. So sind es aber nicht nur die körperlichen Einflüsse durch die Krankheit selber, die das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden erhöht, auch vernachlässigen sich die Patienten oftmals selbst. So sind unter Depressionspatienten besonders häufig Raucher und Alkoholiker zu finden, auch Bewegung und ungesunde Ernährung ist weit verbreitet.
Es sind sowohl von gesellschaftlicher als auch von politischer Seite her konsequente Maßnahmen einzuleiten. Eine weitere Akzeptanz in der Öffentlichkeit muss verbreitet werden und die Politik muss die Depressionsforschung unterstützen, denn die Erkrankung ist weiter auf dem Vormarsch und von Jahr zu Jahr werden es mehr Patienten.
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