Gesundheit: Billig-Kontaktlinsen als Gesundheitsrisiko

Der Kostendruck im Gesundheitswesen treibt mitunter kuriose Blüten. Brillen und Kontaktlinsen sind inzwischen nicht mehr nur beim Optiker zu finden. Auch Supermärkte bieten Billiglösungen an. Mediziner warnen allerdings vor dieser Variante, da Billig-Kontaktlinsen zu einem ernsten Risiko für die Gesundheit werden können. Insbesondere das Material und die Form machen die Billig-Kontaktlinsen zum Gesundheitsrisiko.

Kontaktlinsen vom Grabbeltisch

Kundenbindung und alles aus einer Hand.

Das Konzept vieler Supermarkt- und Drogerieketten beruht darauf, dem Kunden eine möglichst umfangreiche Produktpalette bieten zu können. Und damit zahlungskräftige Kundschaft im Laden zu halten. Inzwischen gibt es in manchen Supermärkten daher nicht mehr nur Lebensmittel. Auch Elektronik, Bekleidung und medizinische Produkte – wie Kontaktlinsen und Brillen – landen auf dem Grabbeltisch.

Sehr zum Ärger von Optikern und Ärzten. Dahinter steckt aber nicht nur die Angst um den eigenen Profit. Gerade Kontaktlinsen sind ein medizinisches Produkt, dessen Sinn und Zweck sich über eine individuelle Passform, hochwertige Materialien und natürlich Sonderanfertigungen entscheiden. Bei Billig-Kontaktlinsen bleiben genau diese wichtigen Punkte außen vor. Deshalb warnen Fachärzte davor, sich für die günstigere Variante aus dem Supermarkt zu entscheiden.

Kontaktlinsen – Know-how und Erfahrung

Die Argumentation ist recht simpel und einleuchtend. Einerseits sind die Materialien der weichen Billig-Kontaktlinsen alles andere als mit denen hochwertiger Linsen vergleichbar – insbesondere unter dem Aspekt der Verträglichkeit und Sauerstoffdurchlässigkeit. Und auf der anderen Seite kann nur der Arzt die Kontaktlinse individuell an die Augenform anpassen. Parallel zeigt die Untersuchung beim Facharzt, ob das Auge überhaupt für das Tragen von Kontaktlinsen geeignet ist.

Es kommt aber noch eine andere Tatsache ins Spiel. Nicht jeder Verbraucher ist nur kurz- oder weitsichtig. Es können mehrere Sehfehler parallel auftreten, die mit billigen Linsen nicht korrigiert werden. Gleichzeitig sind die Stärken von Linse und Brillenglas nur bedingt identisch. Am besten ist es deshalb immer noch, einen Profi um Rat zu fragen.

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