Gesundheit: Amputationen durch Diabetes vermeidbar

Diabetes ist in den vergangenen Jahren zu einer der neuen Volkskrankheiten geworden. Die im Volksmund als Zuckerkrankheit bekannte Erkrankung sorgt nicht nur dafür, dass der Insulinspiegel vom Körper nicht selbständig aufrecht erhalten werden kann. Auch besteht die Gefahr von Geschwüren, die schlimmstenfalls in einer Amputation enden. Diese Amputationen finden nach Meinung von Experten leider viel zu häufig statt.

Diabetischer Fuß ist vermeidbar

Diabetische Füße sind eine mögliche Folge der Zuckerkrankheit, denn die Erkrankung lässt die Arterien verstopfen und kann somit zu Geschwüren an den Füßen führen.

Sollte eine kleine Verletzung hinzukommen, finden Bakterien in den schlecht durchbluteten Gefäßen optimale Wachstumsbedingungen, die einen diabetischen Fuß hervorrufen können. Besonders die Unempfindlichkeit gegen Stöße und Drücke, welche durch die Unempfindlichkeit der schlecht durchbluteten Nerven hervorgerufen wird, fördert das Risiko, Entzündungen nicht zu erkennen, weiter.

Dadurch kommt es in Deutschland zu jährlich rund 28.000 Amputationen solcher diabetischen Füße. Der Rostocker Mediziner Bernd Drewelow, Direktor am Institut für Klinische Pharmakologie der Universitätsklinik, ist jedoch davon überzeugt, dass mehr als die Hälfte solcher Operationen vermieden werden könnte. Besonders das Verhalten von Ärzten und Pflegern gegenüber den Patienten sei verbesserungswürdig, so Drewelow. Viele „ekeln“ sich vor den Füßen, doch verschlimmern sie die Situation durch das Wegsehen nur.

Bewegung und Pflege fördert die Durchblutung

Dabei ist es laut Drewelow ganz einfach, die Durchblutung von Diabetesfüßen wieder anzukurbeln und die Situation so zu entschärfen. Laut Bernd Drewelow ist der erste Schritt zur Besserung das Abtragen der betroffenen Stellen. Die nachfolgende Behandlung mit Antibiotika sei aber schwierig, da die betroffenen Stellen wegen der schlechten Durchblutung, von den Wirkstoffen nur schlecht erreicht werden.

Um den Patienten mit dem richtigen Antibiotikum zu versorgen, muss eine eindeutige Identifizierung des Bakteriums angestrebt werden, um das richtige und wirksamste Antibiotikum auszuwählen. Das beste Mittel ist aber auch hier die Vorsorge. Bei einer Diabeteserkrankung sollte Bewegung und hin und wieder eine Fußmassage durchgeführt werden, um so die Durchblutung aufrecht zu erhalten und eine Amputation zu vermeiden.

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