Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet Mitgliederzuwachs

Die gesetzliche Krankenversicherung kann sich über einen Mitgliederzuwachs von rund 387.000 freuen. Das vermeldet der Dienst für Gesellschaftspolitik dfg. Vor allem die Techniker Krankenkasse konnte zulegen und ist nun die größte gesetzliche Krankenkasse. Die DAK Gesundheit und AOK Nordost mussten hingegen einen deutlichen Schwund bei den Mitgliederzahlen hinnehmen.

Mitgliederrekord bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Seit 1995 gab es nicht so viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung wie nun Anfang 2014. Die Zahl der Kassenmitglieder liegt nun bei 52,56 Millionen – rund 387.000 Mitglieder mehr als noch im Vorjahr. Wie das Versicherungsjournal berichtet, mussten aber rund die Hälfte alle Kassen einen Mitgliederrückgang verzeichnen. Vor allem die DAK-Gesundheit büßte demnach zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 1. Januar 2014 Mitglieder ein. Sie betreut nun rund 62.000 Mitglieder weniger. Auch die AOK Nordost ist im letzten Jahr geschrumpft. Bei ihr lag das Minus bei über 21.500 Mitgliedern.

Mit Prämien zu mehr Mitgliedern

Nicht zuletzt aufgrund von Prämien für neue und alte Versicherte, konnte die Techniker Krankenkasse im Jahr 2013 mit Abstand den größten Mitgliederzuwachs verzeichnen. Über 353.000 neue Mitglieder kamen hinzu. Die Techniker Krankenkasse zahlt für die Jahre 2013 und 2014 insgesamt bis zu 160 Euro für jedes Mitglied. Damit ist die Techniker Krankenkasse hinsichtlich der Mitgliederzahl zwar weiterhin hinter der Barmer GEK auf Platz zwei. Bezogen auf die Anzahl der Versicherten, weist die TK aber mittlerweile die meisten Versicherten auf.

Ab 2015 neue Zusatzbeiträge

Derweil geht der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, davon aus, dass die meisten Kassen ab 2015 wieder einen Zusatzbeitrag erheben werden. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa, betont Baas jedoch, dass die TK unter dem zu erwartenden Branchenniveau von rund 1,2 Prozent des Einkommens bleiben wird. Gesundheitsminister Hermann Gröhe plant ab 2015 einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag. Bisher konnten die Kassen nur einen festen Zusatzbeitrag erheben, der aber Menschen mit niedrigen oder mittleren Einkommen ungleichmäßig stark belastet hat. Branchenexperten rechnen mit Beiträgen zwischen ein und zwei Prozent.

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