Fukushima: Beeinträchtigt die Strahlung Deutschland?
Den 11. März wird der Inselstaat Japan nicht mehr vergessen. Erst das Erdbeben mit 9,0 auf der Richterskala. Und kurze Zeit später schob sich der verheerende Tsunami über die Küste der Insel Honshu. Was inzwischen als viel größere Gefahr gilt – der Atommeiler Fukushima-Daiichi. Selbst in Deutschland fragen sich inzwischen Menschen, ob uns eine ähnliche Gefahr droht wie nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl 1986.
Radioaktivität lässt sich weder fühlen noch schmecken
Das Tückische: Radioaktive Strahlung wird von Betroffenen weder sensorisch auf der Haut noch durch den Geschmack wahrgenommen.
Bislang geben Experten allerdings Entwarnung. Es ist bisher weder soviel Radioaktivität ausgetreten, um eine Wolke zu bilden, die bis nach Deutschland reicht. Und auch importierte Nahrungsmittel können derzeit noch verzehrt werden, da sie aus der Zeit vor der Katastrophe stammen. Wie sich das Bild aber in den kommenden Tagen oder Wochen entwickeln wird, ist unklar. Hier muss sich erst zeigen, welche Wendung die Ereignisse nehmen. Kommt es zum Super-GAU, dem größten anzunehmenden Unfall, und einer Wolke in der oberen Atmosphäre, könnte Radioaktivität nach Wochen auch Deutschland erreichen.
Tschernobyl immer noch messbar
Was dann passiert, hängt von der Menge an Radioaktivität ab, die Deutschland erreicht. Wie lange das Erbe aus den Kraftwerken strahlt, zeigen Untersuchungen aus Süddeutschland. Cäsium, bei der Reaktorkatastrophe 1986 freigesetzt, wird immer noch in Pilzen und Wildschweinen nachgewiesen. Unterschätzt werden darf die Gefahr also keineswegs. Von einer akuten Gefährdung ist bisher aber nicht auszugehen.
Katastrophe für Japan
Für Japan ist das Unglück allerdings eine Katastrophe, die im Fall des Super-GAUs sogar die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki übertreffen könnte. Steht der Wind ungünstig, könnten von dem radioaktiven Fallout Millionen im Großraum Tokio betroffen sein. Es hängt also derzeit viel an der Wetterlage. Im schlimmsten Fall könnten weite Landstriche mit langlebigen radioaktiven Nukliden wie Strontium, Cäsium usw. verseucht werden.
Weitere News:
Stiftung Warentest prüft Auslandsreise-Krankenversicherung
In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (06/2012) hat die Stiftung Warentest 47 weltweit geltende Tarife für Auslandsreise-Krankenversicherungen geprüft. Obwohl Finanztest in diesem Jahr strengere Bewertungskriterien einsetzte, erhielten sechs… mehr
PKV: Flexibler Einsatz von Altersrückstellungen
Die privaten Krankenversicherer stehen nach wie vor wegen enormer Beitragserhöhungen in der Kritik. Nun schlägt der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. vor, die Beitragssteigerungen für die Versicherten mittels der Rückstellungen… mehr
Verbraucherschützer warnen vor voreiligen Wechsel in private Krankenversicherung
Die Kritik an der privaten Krankenversicherung reißt nicht ab. Immer wieder Vertreter der GKV über Existenzsorgen der PKV und deren langfristige Probleme. Die momentane Lage sieht aus Sicht des PKV Verbandes sehr gut aus. Im letzten Jahr… mehr
DKV: Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2011
Die DKV Deutsche Krankenversicherung blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Nach eigenen Angaben wuchs der Kundenbestand der privaten Krankenversicherung aus Köln im letzten Jahr um 34.000 Versicherte, die Beitragseinnahmen… mehr