Frühling – Gefahr von Zeckenbissen steigt

Steigende Temperaturen kündigen den Frühling an. Während sich viele Verbraucher über das sonnige Wetter freuen, warnen Mediziner vor einer unsichtbaren Gefahr – Zecken. Denn mit dem Steigen des Quecksilbers verlassen die achtbeinigen Blutsauger ihre Winterverstecke. Neben der Lyme-Borreliose besteht bei einem Zeckenbiss auch die Gefahr einer Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis.

Baden-Württemberg ist FSME-Spitzenreiter

Wenige Millimeter groß, acht Beine und ein platter Körperbau – Zecken haben eine markante Morphologie. Trotzdem werden die Gefahren durch einen Biss der Insekten unterschätzt.

Denn mit dem Speichel der Zecken, die in weiten Teilen Deutschlands auch als Holzbock bezeichnet werden, können bei einem Biss verschiedene Krankheitserreger übertragen werden. Besonders gefährlich sind die Erreger der Borreliose und von FSME. Letztere ist insbesondere in Baden-Württemberg verbreitet. Hier erkranken in Südwestdeutschland pro Jahr zwischen 100 und 150 Menschen.

Damit ist Baden-Württemberg im bundesdeutschen Durchschnitt Spitzenreiter. Gekennzeichnet ist die Erkrankung unter anderem durch Symptome, die der Grippe ähneln. In schweren Fällen kann die Infektion mit dem Erreger zur Hirnhautentzündung mit schweren Folgeschäden führen. Zu den Risikogebieten gehören neben Baden-Württemberg auch Bayern, Teile Thüringens und Hessens. Wer sich in den Risikogebieten aufhält, sollte sich gegen FSME impfen lassen.

Borreliose – die unterschätzte Gefahr

Ebenfalls durch den Zeckenbiss übertragen werden die Erreger der Borreliose. Dabei handelt es sich um Bakterien (Spirochäten), die nach der Infektion unter anderem die sogenannte Wanderröte und einen starken Juckreiz um die Einstichstelle auslösen können. Zu den Spätfolgen einer unbehandelten Borreliose können arthritische Symptomatiken gehören. Behandelt wird eine Borreliose durch die Gabe von Antibiotika.

Die richtige Zeckenbiss-Prävention

Einen 100-prozentigen Schutz gegen den Zeckenbiss gibt es nicht. Aber die Risiken lassen sich begrenzen. In ausgewiesenen Risikogebieten wird empfohlen, hohes Gras, Gebüsch und Unterholz zu meiden. Des Weiteren wird zu festem Schuhwerk und geschlossener Kleidung geraten. Nach dem Aufenthalt im Freien ist es ratsam, den Körper und die Kleidung nach Zecken abzusuchen. In der Regel suchen die wenige Millimeter großen Tiere erst einige Zeit nach geeigneten Stellen, bevor Sie zustechen. Die Entfernung der Zecke nach einem Stich mittels Pinzette durchführen, auf Öl oder Leim dagegen grundsätzlich verzichten.

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