FlexMed Premium: Zusatzversicherung der AXA Krankenversicherung

Zusatzversicherungen sind für die PKV ein einträgliches Geschäftsmodell. Inzwischen bieten einige Gesellschaften nicht nur Einzelpersonen entsprechende Policen an, sondern auch die Möglichkeit zum Abschluss von Rahmenverträgen. Den FlexMed Premium der AXA Krankenversicherung hat sich die Stiftung Warentest in einem Schnelltest genauer angesehen. Das Fazit: Der Tarif bietet einige Vorteile, musste sich im Test aber auch manchen Mangel gefallen lassen.

FlexMed Premium – Beiträge zahlt der Arbeitgeber

Für viele Arbeitnehmer ist die Tatsache neu, dass der Arbeitgeber plötzlich die Prämien für Versicherungen zahlt.

Genau hier setzt der FlexMed Premium der AXA Krankenversicherung an. Als Zusatzversicherung übernimmt nicht der Versicherte die Beitragszahlung, sondern der Arbeitgeber – als eine Art Boni. Mit dem Zusatztarif kann der Arbeitgeber so zum Beispiel Führungskräften einen besseren Schutz vor Krankheitskosten gewähren.

Seitens der AXA Krankenversicherung werden über den FlexMed Premium-Tarif Leistungen, wie die Behandlung durch den Chefarzt oder eine Unterbringung im Zweibettzimmer im Krankenhaus, eine Auslandskrankenversicherung, ambulante Leistungen und die Übernahme von Zuzahlungen miteinander kombiniert. Durch den Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung lohnt sich der FlexMed Premium unter anderem für Mitarbeiter, die bisher keine private Krankenzusatzversicherung abschließen konnten.

Zusatztarif mit einigen Schattenseiten

Im Test hat die Stiftung Warentest zwar durchaus positive Seiten des FlexMed Premium-Tarifs der AXA Krankenversicherung gefunden. Allerdings gilt auch hier das Motto: „Wo Licht ist, fällt auch Schatten“. Nicht alle Eckpunkte des Tarifs wirken sich auf die begünstigten Mitarbeiter positiv aus. So haben die Tester unter anderem auf die Tatsache verwiesen, dass der FlexMed Premium-Tarif  durchaus finanzielle Risiken in sich birgt, wenn zum Beispiel nicht alle entstandenen Arztkosten übernommen werden.

Ein weiterer Nachteil: Die Leistungsbausteine des Tarifs lassen sich nicht einzeln buchen. Wer als Mitarbeiter in einigen Bereichen über entsprechende Policen verfügt, profitiert vom gut gemeinten Boni des Unternehmens nur sehr eingeschränkt. Als weitere Einschränkung aufgefasst wurde die Tatsache, dass der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer gilt, den FlexMed Premium-Tarif also ohne Weiteres kündigen kann. Die Mitarbeiter haben ergo keinerlei Rechtsanspruch auf dessen Weiterführung über das Unternehmen.

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