Falsche Ernährung lässt Gehirn schrumpfen

Fett schrumpft Gehirn

Fett schrumpft Gehirn

Menschen, die sich zu zucker- und fettreich ernähren, leiden häufig unter Übergewicht. Diese Erkenntnis ist nicht neu, auch nicht, dass eine solch falsche Ernährung schnell zu weiteren Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck führen kann. Was Forscher bisher jedoch eher vernachlässigt haben, ist die Auswirkung der falschen Ernährung auf das menschliche Hirn. US-Forscher konnten in einer neuen Untersuchung jetzt belegen, dass das Hirn bei vorhandenem Übergewicht sogar schrumpfen kann. Eine gesunde Ernährung beugt dagegen vielen Krankheiten vor.

Übergewichtige brauchen mehr Schokolade für Glücksgefühle

Im Detail wurden deutlich kleinere Regionen im Großhirn festgestellt. Diese Regionen sind für die Steuerung von Appetit und Belohnung verantwortlich.

Der bei Normalgewichtigen vorhandene Belohnungsfaktor bei einem Stück Schokolade oder einer Sahnetorte ist dann also nur noch gering ausgeprägt. So bräuchten Übergewichtige deutlich mehr zucker- oder fetthaltige Substanzen, um diesen Belohnungsreiz auszulösen. Gleichzeitig stellten die Forscher einen erhöhten Anteil von Fibrinogen fest, was auf eine Entzündung im Körper hindeutet. Die Studien belegen somit, dass Übergewicht zwei Folgen hat. So schrumpfen zum einen Teile der Hirnregionen, zum anderen können sich Entzündungen bilden. Beides hat Einfluss auf das Ernährungsverhalten der jeweils Betroffenen.

Falsche Ernährung führt zu Sucht

Des Weiteren konnten die Forscher, die die jeweils betroffenen Gehirnregionen bereits seit Längerem untersucht haben, feststellen, dass falsche Ernährung Suchtpotenziale aufweist. Wie oben bereits beschrieben müssten immer größere Mengen gegessen werden, um das ehemals gekannte Glücksgefühl auslösen zu können. Speisen mit viel Zucker oder Fett beschleunigen diesen Vorgang noch, so dass sie als zusätzlich negativ eingestuft werden können.

Zucker und Fett können Demenz auslösen

Da vor allem die Gedächtnisregion von falscher Ernährung betroffen ist, könnten diese Ernährungsgewohnheiten dauerhaft sogar zu Demenzschäden führen. Die Forscher belegten, dass der Hippocampus, der für das Lernvermögen sowie die räumliche Orientierung verantwortlich ist, direkt nach der Aufnahme von ungesunder Ernährung geschädigt wird.

Um Langzeitschäden zu vermeiden ist es wichtig, auf das Gewicht zu achten und die Ernährung auf gesunde Nahrungsmittel umzustellen. Viele Krankenkassen geben in diesem Bereich Tipps und Hinweise, da auch sie sich gesunde Versicherte wünschen, die nicht von Folgeerkrankungen betroffen sind.

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