Experten fordern die Abschaffung der Budgetierung

Budgetierung der Krankenkassen sorgt für Ungleichbehandlung

Bereits seit Jahren müssen Ärzte, die Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen behandeln, die von den Kassen vorgegebene Budgetierung beachten. Dabei können Ärzte für ihre Patienten lediglich eine vorgegebene Summe bei den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, obwohl unter Umständen deutlich höhere Leistungen erbracht wurden. Bei den privaten Krankenkassen gibt es diese Budgetierung nicht, wodurch mitunter privat Versicherte schneller einen Termin beim Facharzt erhalten können.

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Patientenbeauftragter Wolfgang Zöller fordert Abschaffung der Budgetierung

Um diese Ungleichbehandlung nicht weiter zu unterstützen, fordert der neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, nun die Abschaffung der Budgetierung. Er setzt sich vehement für die Bedürfnisse der Patienten ein und ist dabei bestrebt, Ungleichbehandlungen zu verhindern. Er strebt sogar die Schaffung eines Patientenrechtsgesetzes an. Zusammen mit dem Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler tritt Zöller nun bereits im Januar in Klausur, um einen Zeitplan für die Umsetzung der Forderungen vereinbaren zu können.

Bessere medizinische Versorgung für die Landbevölkerung

Neben der Abschaffung der Budgetierung haben die Gespräche zwischen dem Patientenbeauftragten und dem Bundesgesundheitsminister auch das Ziel, die Versorgung kranker Menschen auf dem Lande zu verbessern. Immer mehr Ärzte orientieren sich bei ihrer beruflichen Laufbahn auf Kliniken und Krankenhäuser, so dass die hausärztliche Versorgung gerade in nur dünn besiedelten Gebieten gefährdet ist. Im Gespräch ist dabei eine bessere Vergütung für die Leistungen der Ärzte. Diese sei zwar wohl schon heute möglich, sie werden aber vielfach nicht eingefordert, so dass es vor allem an der Umsetzung vorhandener gesetzlicher Rahmenbedingungen scheitert.

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