EHEC: Zahl der Infizierten in Hamburg entspannt sich

Es könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass die Warnungen der Experten vor bestimmten Lebensmitteln Früchte tragen. Oder der Eintrag des aggressiven EHEC-Erregers es Typs „HUSEC 41“ (Sequenztyp ST678) doch nur punktueller Natur war. In jedem Fall berichten die Zeitungen, dass die Zahl der Infizierten in Hamburg langsam aber sicher eine gewisse Entspannung der Lage erkennen lässt. Es kommen nicht mehr so viele Patienten pro Tag hinzu wie in den vergangenen Tagen.

Hamburg – Infektionswelle flacht ab

In der Hansestadt, die in den vergangenen Wochen eindeutig das Zentrum der Infektionswelle war, wurden am Dienstagvormittag knapp 900 bestätigte oder Verdachtsfälle gemeldet – also rund 50 mehr als am Vortag.

Bei der Zahl der am hämolytisch-urämischen Syndrom erkrankten Patienten stieg die Zahl um vier neue Fälle. Gegenüber der Entwicklung vergangener Tage sehen Experten einen flacheren Verlauf der Infektionswelle. Ein weiterer positiver Aspekt: Etliche Patienten der ersten Tage konnten wieder nach Hause entlassen werden.

Kliniken werden in Hamburg entlastet

Insbesonders die Entlassung der EHEC-Patienten, deren Symptome soweit abgeklungen sind, ist für die Krankenhäuser der Stadt eine erhebliche Entlastung. So hatte zum Beispiel das Krankenhaus in Eppendorf über Tage unter Strom gestanden, da sich die Zahl der Patienten im Stundentakt erhöhte. Für die Pfleger und Ärzte eine Belastung, zumal nicht immer 100-prozentig sicher war, ob es sich bei den Erkrankten wirklich um EHEC-Patienten handelte oder nicht.

Kritik an Informations- und Krisenmanagement

Derweil wird auf regionaler und Bundesebene Kritik am Informations- und Krisenmanagement der Verantwortlichen immer lauter. So wird zum Beispiel der neue Gesundheitsminister für seine Rolle in der aktuellen Krise angegriffen. Gleichzeitig richtet sich die Kritik aber auch auf das teilweise undurchsichtige und nicht nachvollziehbare Kompetenzgerangel. Beides – Informations- und Krisenmanagement – dürfte auch ein finanzielles Nachspiel haben. Denn nicht nur Spanien fordert Schadenersatz, auch deutsche Bauern setzen auf Hilfen in Millionenhöhe. Schließlich wandern derzeit Lebensmittel frisch vom Feld direkt in den Müll.

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