EHEC-Virus: Durchfall-Erreger fordert Todesopfer
Der gefürchtete EHEC-Virus hat scheinbar ein erstes Todesopfer gefordert. In Niedersachsen soll eine 83-Jährige aus dem Landkreis Diepholz an dem Durchfall-Erreger verstorben sein. Parallel wird auch von einem Todesfall in der Hansestadt Bremen berichtet. Damit die erst vor wenigen Tagen bekannt gewordene Verbreitung der Erreger anscheinend zwei Tote gefordert. Die Fälle machen deutlich, welches Risiko von dem EHEC-Virus ausgeht.
EHEC Virus in Diepholz nachgewiesen
Wie die zuständigen Behörden mitteilten, ist zumindest im Fall der älteren Patientin in Niedersachen der EHEC-Erreger nachgewiesen.
EHEC Virus schlägt vor allem bei Frauen durch
Zum aktuellen Stand ebenfalls unklar ist, ob die ältere Frau dem Erreger zum Opfer fiel oder ob es sich um eine Verkettung verschiedener Umstände handelt. Trotzdem – Experten schätzen die Gefahr durch den EHEC-Erreger (enterohämorrhagische Escherichia coli) als weiterhin sehr hoch ein. Was die aktuellen Fälle derzeit so ungewöhnlich macht, ist die starke Häufung bei Frauen sowie das massive Auftreten innerhalb kurzer Zeit.
Symptome: EHEC Virus sorgt für Durchfall und Nierenversagen
Wie sehen die typischen Symptome einer EHEC-Infektion aus? Patienten klagen in der Regel über Bauchschmerzen, Übelkeit sowie Erbrechen. Dazu kommt noch ein wässriger, blutiger Durchfall als Indikator für eine Infektion mit dem EHEC-Erreger. Die Zahl der Fälle, von denen pro Jahr bis zu 1.200 registriert werden, hat bereits jetzt die 400-Marke erreicht. Presseberichten zufolge schweben mehrere Patienten in Lebensgefahr. Was die EHEC-Infektion so gravierend macht, ist das HUS.
HUS: Krankheitsverlauf hämolytisch-urämische Syndrom
Damit bezeichnet die Medizin das hämolytisch-urämische Syndrom. Der Erreger schädigt die Nieren, es kommt zu einer Blutarmut (Anämie). Das HUS kann bis zum Nierenversagen und dem Tod führen. Während in den Krankenhäusern die Patienten mit dem Tod ringen, sind Experten weiter auf der Suche nach der Ursache für den EHEC-Erreger. Aufgrund der ungewöhnlichen Häufung gehen Experten von einem verseuchten Lebensmittel aus.
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