EHEC: Verzehrwarnung für Sprossen aufgehoben

Die EHEC-Infektionswelle sorgte vor rund zwei Monaten in Deutschland für Angst und Verunsicherung. Jetzt wurde die Verzehrwarnung für Sprossen aufgehoben. Einen Bogen sollten Verbraucher aber nach wie vor um Bockshornkleesamen machen, die aus Ägypten stammen. Letztere gelten aus Sicht der Experten als Auslöser der Infektion und müssen in bestimmten Chargen vom Markt genommen bzw. entsorgt werden.

Warnung weitgehend zurückgenommen

Erst wurden für die Infektionen mit dem gefährlichen E.-coli-Stamm Blattsalate, Gurken und Tomaten verantwortlich gemacht.

Nachdem sich diese Vermutung allerdings als Fehler herausstellte, stießen Experten auf die tatsächliche Quelle – Sprossen aus Niedersachsen. Die Behörden erließen daraufhin eine Verzehrwarnung. Die Ursache der Kontamination waren Bockshornkleesamen aus Ägypten.

Jetzt ist die allgemeine Verzehrwarnung vor Sprossen aufgehoben worden. Allerdings sind davon nicht die umstrittenen Bockshornkleesamen betroffen. Hierfür gelten nach wie vor die Verzehrhinweise und die Vorgabe, entsprechende Chargen aus dem Handel zu entfernen. Verbraucher, welche entsprechende Samen bereits erworben haben, sind auch weiterhin aufgefordert, diese zu vernichten bzw. über den Restmüll zu entsorgen.

Gefahr einer neuen Infektion besteht weiter

Zwar haben die Behörden vorerst Entwarnung gegeben, was den Verzehr der Sprossen betrifft. Gleichzeitig weisen Experten aber auch auf die Tatsache hin, dass es jederzeit zu neuen Infektionen mit dem Erreger kommen kann. Ein Umstand, der etliche Verbraucher auch nach dem Abebben der EHEC-Krise verunsichern wird. Eine große Frage dürfte sein, wie resistent der Keim gegenüber den herrschenden Umweltbedingungen ist.

Dass der EHEC-Erreger in die Umwelt abwandern kann, hat er deutlich gemacht. Es bleibt die Frage, inwieweit er sich in Deutschland – zum Beispiel in Gewässern – festsetzen kann. Hier sind verlässliche Aussagen erst in einigen Monaten möglich. Insgesamt sind durch die EHEC-Infektion bzw. das hämolytisch-urämische Syndrom 49 Personen ums Leben gekommen. Für die Samen aus Ägypten besteht vorerst noch bis Ende Oktober ein Einfuhrverbot. Bereits eingeführte Bestände sind auf Beschluss der EU zu vernichten.

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