EHEC: Schnelltest für HUSEC 041

Wissenschaftler ist es gelungen, einen Schnelltest auf den Erreger der lebensgefährlichen Durchfall-Erkrankung zu entwickeln. Mit dem neuen Test soll es möglich sein, binnen weniger Stunden Verdachtsfälle auf den Erreger hin zu testen. Grundlage des neuen Schnelltests sind vier Gene, welche nur der Typ HUSEC 041 besitzt. Über diese Gene lässt sich der EHEC-Erreger in jedem molekularbiologischen Labor identifizieren. Ein Mittel gegen die Durchfall-Erkrankung ist es allerdings nicht.

Nur teilweise Erfolge mit Eculizumab

Währenddessen zeichnen sich erste Ergebnisse in Bezug auf die Verwendung des Wirkstoffs Eculizumab ab.

Während Eculizumab in einigen Fällen gut anzuschlagen scheint, hat die Behandlung mit dem Antikörper bei anderen Patienten weniger Erfolg. Was genau für die Unterschiede verantwortlich ist, lässt sich bisher noch nicht sagen. Die Hoffnung auf eine schnelle Heilung von Patienten mit dem hämolytisch-urämischen Syndrom hat sich also nicht bestätigt.

Wie kann eine Durchfall-Erkrankung Patienten aber überhaupt so gefährlich werden? Verantwortlich ist ein Toxin, welches durch den EHEC-Erreger ausgeschieden wird. Es regt die eigene Immunabwehr an, lenkt sie aber genau in die falsche Richtung. Es werden die Blutgefäße angegriffen und die Blutkörperchen zerstört. Die Auswirkungen des HUS können bis zum Nierenversagen führen. Experten empfehlen Ärzten, die Patienten mit dem Syndrom behandeln, zuerst die Plasmapherese, um das Gift aus dem Blutkreislauf der Patienten zu entfernen.

EHEC-Erreger nun auch in USA

Während in Deutschland zumindest teilweise Fortschritte im Kampf gegen den Erreger erzielt werden, scheint sich der Erreger auch außerhalb der Landesgrenzen weiter auszubreiten. Es wird im europäischen Ausland von einer Zunahme der Verdachtsfälle berichtet. Und auch in den USA solle der EHEC-Erreger aufgetaucht sein. So dramatisch wie in Deutschland ist die Lage im Ausland allerdings noch nicht.

Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer hierzulande gestiegen. Es wird von 14 Todesfällen berichtet, die inzwischen nicht mehr nur in Norddeutschland aufgetreten sind. Da die Therapie mit dem Wirkstoff Eculizumab noch nicht den erwünschten Erfolg hatte, rechnen Experten damit, weitere Patienten mit dem HUS zu verlieren.

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