EHEC: Durchfall-Erreger hat Deutschland im Griff
Deutsche Verbraucher sind verunsichert. Waren es anfangs eher Einzelfälle in Norddeutschland, weitet sich die EHEC-Infektion langsam über das ganze Land aus. Inzwischen wird auch über EHEC-Fälle in Sachsen berichtet. Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch Institutes bereitete mittlerweile die Bevölkerung sogar auf weitere Todesfälle vor. Bisher sollen drei Tote auf das Konto der EHEC-Bakterien gehen. Es scheint aber auch eine erste Spur zur Quelle der Infektion zu geben.
Durchfallerkrankungen epidemischen Ausmaßes?
Noch zum Wochenende schien die Verbreitung der EHEC-Verdachtsfälle auf Norddeutschland, insbesondere Schleswig-Holstein und Niedersachsen, beschränkt zu sein.
Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass es bei einer Infektion mit dem EHEC-Erreger nicht bei Erbrechen und Durchfall bleiben muss. Neben hunderten Patienten, welche diese Symptome zeigen, berichten Experten auch über mehrere Dutzend Betroffene, die am sogenannten HUS leiden. Die Abkürzung steht für das hämolytisch-urämischen Syndrom. Kennzeichnend sind Nierenversagen, Blutarmut und die Zerstörung der vorhandenen Blutkörperchen.
Bereits drei Tote in Deutschland
Entsprechend beunruhigt blicken auch Experten auf die Krankenhäuser. Wo die EHEC-Infektion einen so schweren Verlauf nimmt, muss mit dem Tod gerechnet werden. Reinhard Burger vom RKI kommt daher zu einer niederschmetternden Einschätzung: „Wir müssen auch klar sagen, dass wir mit weiteren Todesfällen rechnen müssen.“ Während Experten versuchen, die Bevölkerung zu beruhigen, geht die Suche nach der Quelle weiter.
Bislang liegt diese im Dunkeln. Allerdings scheinen EHEC-Fälle in Frankfurt mit einer Kantine in Verbindung zu stehen. Daher scheint sich der Verdacht zu bestätigen, dass die EHEC-Welle durch Lebensmittel ausgelöst wurde. Allerdings ist bislang unklar, welches Lebensmittel für die Infektion verantwortlich ist.
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