EHEC: Bundesinstitut ruft Arzneimittel zurück

Die EHEC-Welle ist in Deutschland aus den Nachrichten verschwunden. Nur noch vereinzelt wird über Fallzahlen berichtet. Diese trügerische Ruhe heißt allerdings nicht, dass hinter den Kulissen Experten und Behörden untätig wären. In vielen Bereichen ist man inzwischen daran gegangen, die EHEC-Welle aufzuarbeiten. Ein Schritt. Das BfArM hat Arzneimittel aus ägyptischen Bockshornkleesamen zurückgerufen.

Schutz der Verbraucher auch in der Apotheke

Nachdem als Quelle für die EHEC-Infektionswelle Bockshornkleesamen aus Ägypten verantwortlich gemacht wird und die EU einen Importstopp für weitere Chargen verhängt hat, reagiert nun auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM.

Es hat die zuständigen Behörden der Länder aufgefordert, alle diejenigen Medikamente und Arzneimittel zurückzurufen, welche die umstrittenen Samen enthalten.

Davon sind vor allem Präparate betroffen, die zerstoßene Samen des Bockshornklees aus Ägypten enthalten. Insgesamt soll es sich um 24 Präparate handeln. Allerdings bleiben einige Arzneimittel unberücksichtigt, etwa jene, die Alkohol enthalten. Hier sieht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte keinen Handlungsbedarf. Mit dem Schritt will man seitens des Instituts den Verbraucher auch in der Apotheke schützen.

EHEC: Durchfallerkrankung epidemischen Ausmaßes

Die Infektionswelle mit dem gefährlichen E.-coli-Stamm hatte nicht nur Verbraucher verunsichert. Angesichts einer Ausbreitungsrate, die besorgniserregende Ausmaße annahm, standen selbst Experten vor einem Rätsel. Binnen weniger Wochen erkrankten in der gesamten Bundesrepublik Tausende. Insbesondere die schwerwiegenden Verlaufsformen wurden für viele Patienten zur Gefahr, da es zum massenhaften Auftreten des sogenannten hämolytisch-urämischen Syndroms kam.

Zwar sind die meisten Patienten inzwischen wieder im Alltag angekommen. Was allerdings bleibt, ist die Angst vor einem erneuten Ausbruch. Denn Experten vertreten die Ansicht, dass sich der Erreger über die Ausscheidungen der Patienten in der Umwelt festsetzen kann. Bestätigt sich diese Theorie, wäre es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis sich der EHEC-Erreger erneut ausbreitet und vielleicht wieder in den Nahrungsmittelkreislauf gelangt. Bis dahin bleibt nur eins – eine geeignete Abwehr gegen den Keim aufzubauen.

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