EHEC aktuell: Infektion ebbt ab, Risiken bleiben

EHEC Fallzahlen sinken

EHEC Erreger bleibt gefährlich

Die EHEC-Infektionswelle in Deutschland ebbt langsam ab, die Fallzahlen gehen auch in den Brennpunkten aktuell zurück. Diese Entspannung der Lage soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Risiken zurückbleiben. Wie gefährlich der Erreger nach wie vor ist, zeigt ein Blick in die aktuelle Berichterstattung. Immer noch wird über Todesfälle berichtet, die im Zusammenhang mit dem EHEC-Erreger stehen. Nicht zuletzt sorgen aber Meldungen, in denen es um die Verbreitung des Erregers geht, für Unruhe.

Erreger in der Umwelt

Nachdem viele Experten die Infektionswelle auf ihrem Scheitelpunkt angekommen sahen, machte sich so etwas wie Aufatmen breit.

Allerdings nur bis zu der Nachricht, dass der aggressive Erreger in einem Bach bei Frankfurt gefunden wurde. Es stellt sich nicht nur dem Gesundheitsexperten die Frage, was in Zukunft auf uns wartet. Fakt scheint allerdings, dass sich gefährliche Erreger – wie das enterohämorrhagische Escherichia coli – auch in der Umwelt einnisten und hier überleben können.

Bestes Beispiel ist ein weiterer EHEC-Fund in einem Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern. Zwar handelt es sich hierbei nicht um den gefährlichen Stamm HUSEC041 (O104:H4), welcher in den vergangenen Wochen Kliniken, Ärzte und Verbraucher den Atem anhalten ließ. Aber trotzdem – die Gefahren in unserer Umwelt sind allgegenwärtig. Zugute kommt gerade vielen Mikroorganismen, dass sie im Lauf der Jahrmillionen ausgefeilte Strategien zum Überleben entwickelt haben.

Biofilm und Kapseln zum Leben

Zu den wichtigsten Komponenten im Überlebenskampf gehören unter anderem die Bildung von Biofilmen, mit denen sich die Erreger an Oberflächen haften und so weiterverbreiten können. Auf der anderen Seite können sich Mikroorganismen einkapseln und lange überleben. Was die Forscher aber am aktuell so prominenten EHEC-Erreger verblüfft, ist unter anderem die Tatsache, dass er eine ausgeprägte Kälteresistenz mitzubringen scheint.

Was bleibt ist die Frage vieler Verbraucher, ob sich Zustände wie in diesem Sommer wiederholen können. Leider kann es auf diese Frage nur ein Ja als Antwort geben. Je stärker die Produktion von Lebensmittel industrialisiert wird und je stärker der Appetit nach frischen und gesunden Zutaten ist, umso mehr wächst die Gefahr, dass kleine Schlampereien bei der Hygiene ernste Konsequenzen haben können.

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