Durchfall: EHEC Keim macht Norddeutschland unsicher

Im Norden der Bundesrepublik macht sich ein gefährlicher Krankheitserreger breit. Die EHEC-Keime können schweren, blutigen Durchfall auslösen, der zu Folgeschäden führt. Derzeit werden in Krankenhäusern fast zwei Dutzend Menschen wegen des Auftretens einer EHEC-Infektion behandelt. Insbesondere die Auswirkungen auf die Nierenfunktion macht die Infektion mit EHEC-Keimen so gefährlich. Das Robert Koch Institut zeigte sich aufgrund der ungewöhnlichen Häufung beunruhigt.

Durchfall durch EHEC-Keime

Enterohämorrhagische Escherichia coli-Erkrankungen treten immer wieder auf.

Allein in den letzten zehn Jahren wurden jedes Jahr Fallzahlen im hohen drei- bis vierstelligen Bereich registriert. Allerdings ist die ungewöhnlich kurze Zeitspanne zwischen dem Auftreten der einzelnen Fälle und die Verteilung Anlass zu Sorge. Innerhalb kurzer Zeit tauchten 20 Patienten mit einer EHEC-Infektion auf – nur in Schleswig-Holstein. In Niedersachen sollen bisher 12 Personen von einer Infektion mit den Erregern betroffen sein.

Was die Experten insbesondere überrascht: Von der EHEC-Infektion sind in erster Linie Frauen betroffen. Ein Befall mit den EHEC-Keimen äußert sich vor allem durch Bauchschmerzen, Erbrechen und einen wässrigen, mit Blut vermischten Durchfall. Wer diese Symptome feststellt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn die EHEC-Infektion kann sogar zum Versagen der Nieren führen. Der genaue Übertragungsweg der aktuellen Fälle ist unklar.

Übertragung durch Gemüse

Allerdings gehen die Experten davon aus, dass verunreinigte Lebensmittel für die Übertragung der EHEC-Keime verantwortlich sind. So kann es durchaus sein, dass ungewaschenes Gemüse oder nicht ausreichend abgekochte Speisen die Keime enthalten.  Daneben käme als ein weiterer Übertragungsweg auch die Weitergabe von Mensch zu Mensch in Frage.

Da das Auftreten der aktuellen Fälle auf einen bestimmten Personenkreis begrenzt ist, gehen Experten allerdings davon aus, dass es sich beim Auftreten der EHEC-Infektionen, die derzeit behandelt werden, um eine gemeinsame Quelle handelt. Neben Gemüse können die Keime auch in verunreinigtem Fleisch oder Milchprodukten auftreten. Verbraucher mit Durchfall in anderen Teilen der Republik sollten den Krankheitsverlauf sehr genau beobachten.

 

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