Drohender Ärztemangel im Kreis Nordfriesland

Der Kreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein) verfügt zur Zeit sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln über eine ausreichende Versorgung mit Haus- und Fachärzten. Die Altersstruktur der dort tätigen Mediziner weicht jedoch deutlich vom bundesdeutschen Durchschnitt ab, so dass in den nächsten Jahren annähernd fünfzig Prozent der nordfriesischen Ärzte das Rentenalter erreicht.

Aus diesem Grund hat der Kreis die Ausarbeitung von Vorschlägen für die Vermeidung eines zukünftigen Ärztemangels in Nordfriesland in Auftrag gegeben. Neben einer Erhöhung der bereits bestehenden Umsatzgarantien wird an günstige oder zinsfreie Kredite für die Einrichtung der Praxis sowie die Anschaffung eines Dienstwagens gedacht. Des Weiteren sollen Gemeinden Arztpraxen aufkaufen, wenn der Arzt nach der Beendigung seiner aktiven Tätigkeit keinen Nachfolger findet; eine entsprechende Garantie soll künftig bereits bei der Praxiseröffnung gegeben werden. Recht neu ist die Idee einer ortsübergreifenden Gemeinschaftspraxis. Dabei arbeiten Hausärzte und Fachärzte zusammen, wobei sie gemeinsam Praxisräume in unterschiedlichen Städten benutzen, in welchen an einigen Tagen der Fach- und an anderen der Hausarzt erreichbar ist.

Der Kreis forderte zugleich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) auf, verstärkt an den Universitäten für eine Tätigkeit als Landarzt zu werben. Wünschenswert sind ebenfalls Maßnahmen zur Reduzierung der hohen Abbrecherquote im Medizinstudium, da diese langfristig den Ärztemangel verstärkt.

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