Drei Jahre Wartezeit entfällt: Dreijahresfrist der PKV Regelung gekippt

Ab 2011 entfällt die 3 Jahre Wartezeit bei Angestellten und Arbeitnehmern für die Private Krankenversicherung

Im Jahr 2007 regelte die damalige Bundesregierung den Wechsel von pflichtversicherten Arbeitnehmern und Angestellten von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) strikter und verlangte eine Wartezeit von drei Jahren (3-Jahresfrist). Dabei mussten freiwillig Krankenversicherte der GKV 3 Jahre ununterbrochen ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze ( siehe auch Jahresarbeitsentgeltgrenze ) nachweisen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu können. Diese Regelung ist nun rückgängig gemacht worden. Damit gilt erneut die alte Regelung, wonach die Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 48.600 Euro Brutto lediglich in einem Jahr vor der Aufnahme in die private Krankenversicherung nachgewiesen werden muss. Im Jahr 2010 steigt allerdings die Versicherungspflichtgrenze für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer auf 49.950 Euro Brutto-Jahreseinkommen.

Steigende Kosten der GKV und Mitgliederschwund der PKV schuld

Diese Regelung wurde nötig, da einerseits die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen in die Höhe schossen und diese nicht mehr kostendeckend versichern konnten. Andererseits leiden die privaten Krankenkassen unter dieser Regelung, da sie die Aufnahme gutverdienender, aber vor allem gesunder und junger Versicherter erschwerte. Mit der neuen und damit alten Regelung der Wartezeit ist nun sowohl der GKV als auch der PKV ein wenig geholfen. Zum einen steigt die Versicherungspflichtgrenze weiter und erhält den gesetzlichen Krankenkassen mehr Mitglieder. Zum anderen können nun auch die privaten durch den Wegfall der Drei-Jahre-Regelung mehr solvente Mitglieder gewinnen. Die private Krankenversicherung für Angestellte ist nun wieder für viele Arbeitnehmer eine mögliche Alternative zur GKV.

Beratung und Vergleich der Krankenversicherungen wichtig wie nie

Unterdessen wird eine umfassende Beratung zur Krankenversicherung immer wichtiger. Die Anzahl an neuen Regelungen und Preisstaffelungen besonders in der PKV macht es Privatpatienten immer schwieriger, sich zurecht zu finden. Hier ist ein unabhängiger Versicherungsberater wichtig, der im Zweifelsfall auch einen individuellen und persönlichen PKV Vergleich kostenlos erstellen kann. Wichtige Fragen können so im Vorfeld geklärt werden. Für alle, die die Dienste eines Versicherungsexperten nicht in Anspruch nehmen möchten oder aus zeitlichen Gründen nicht können, wird ein online Versicherungsvergleich der Krankenversicherung empfohlen.

Weitere News:

1,2 Milliarden Schulden: GKV Versicherte zahlen keine Beiträge

Gesetzliche und private Krankenversicherungen schlagen Alarm: Sie verzeichnen immer mehr säumige Beitragszahler. Der GKV-Spitzenverband spricht von ausstehenden Zahlungen in Höhe von über 1,2 Milliarden Euro. In den vergangenen Tagen… mehr

GKV: 638.000 Mitglieder zahlen ihre Beiträge nicht!

Die privaten Krankenversicherer klagen derzeit besonders über die sogenannten Nichtzahler, also Versicherte, die zwar noch bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen können, aber keine Beiträge zahlen. Nun melden sich auch die gesetzlichen… mehr

DISQ: Deutsche BKK, BKK Mobil Oil und AOK Rheinland / Hamburg und Servicesieger

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat am 01. Februar 2012 in Kooperation mit dem Nachrichtensender n-tv zum zweiten Mal den Deutschen Servicepreis vergeben. In einer feierlichen Preisverleihung erhielten insgesamt 39… mehr

Alzheimer: Rudi Assauer erkrankt

Alzheimer ist die häufigste Demenzerkrankung und betrifft in Deutschland rund 700.000 Menschen. Jedes Jahr kommen nach Schätzungen zirka 120.000 neu diagnostizierte Fälle hinzu, wobei die Dunkelziffer noch weitaus höher liegen dürfte. Wie… mehr