DKV: goDentis wird nicht weiter ausgebaut

Die DKV (Deutsche Krankenversicherung) streicht Teile des Gesundheitsmanagements immer weiter zusammen. Vor einigen Tagen ließ der private Krankenversicherer durchblicken, dass es keinen weiteren Ausbau der goMedus-Zentren mehr geben wird. Jetzt fällt dem Rotstift auch das goDentis-Konzept zum Opfer, die DKV Krankenversicherung will die zahnärztlichen Zentren in Zukunft nicht mehr weiter ausbauen, sondern auf externe Partner setzen.

goDentis wird eingefroren

Insgesamt umfassen die bisher von der DKV aufgebauten zahnärztlichen Zentren rund 350 Praxen mit 680 Zahnärzten, die unter dem Logo goDentis betrieben werden.

Mehr soll es nach dem Willen der privaten Krankenversicherung auch nicht werden. Wie Silke Lautenschläger, Vorstand der DKV und verantwortlich für das Ressort „Leistung und Versorgung“, erklärte, hatte man alle Bereiche des eigenen Gesundheitsmanagements einer Prüfung unterzogen.

Die Ergebnisse zeigten scheinbar deutliche Unterschiede. Während einige Bereiche den erhofften Erfolg zeigten, entwickelten sich andere Konzepte im Gesundheitsmanagement anders als gedacht. Dazu scheinen die medizinischen und die zahnärztlichen Zentren zu gehören, für die kein weiterer Ausbau geplant ist. Allerdings will die DKV Krankenversicherung auch weiterhin mit Zahnärzten als Partnern zusammenarbeiten. Letztere müssen gewissen Standards genügen – wie etwa dem Einsatz von Zahnersatzprodukten aus Deutschland.

DKV setzt auf Partnerschaften

Mit solchen Zahnärzten will man seitens des privaten Krankenversicherers in Zukunft auch ohne goDentis zusammenarbeiten. Privatpatienten, die über die DKV versichert sind, können dann zum Beispiel mit einer höheren Erstattung rechnen, wenn sie sich durch den Partnerarzt behandeln lassen. Ein weiteres Steckenpferd der DKV soll die Zusammenarbeit mit externen Partnern im Bereich der Pflege werden.

Unter der Bezeichnung „miCura“ bietet die Private Krankenversicherung hier unterstützende Angebote für seine Mitglieder an. Gleichzeitig hat die Prüfung des Gesundheitsmanagements gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit medizinischen Experten ebenfalls eine positive Entwicklung verzeichnet, weshalb man sich – statt auf goMedus und goDentis – in Zukunft auch hier stärker engagieren will, um den Patienten eine bessere Betreuung im Krankheitsfall gewährleisten zu können.

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