Dioxin in Eier und Schweinefleich keine Gefahr?

Nachdem Dioxin in Eier und Hühnerfleisch nachgewiesen werden konnte, stellt sich nun heraus, dass auch Schweinefleisch mit Dioxin in mehrfacher Grenzwertüberschreitung betroffen ist. Das Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt jedoch Entwarnung und sieht keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit durch den maßvollen Verzehr von dioxinbelastetem Schweinefleisch. Vielmehr sind nach Meinung des BfR-Experten Helmut Schafft die möglichen Langzeitfolgen kritisch zu sehen.

Dioxin in Schweinefleisch übersteigt Grenzwert nur leicht

Im Gegensatz zu den Grenzwertüberschreitungen von Eiern und Hühnerfleisch konnte bei Schweinefleisch lediglich eine geringe Mehrbelastung mit Dioxin festgestellt werden.

Allerdings sind die untersuchten Proben aufgrund ihrer geringen Zahl noch nicht sehr aussagekräftig. Demnach betrug der nachgewiesene Dioxin-Wert im Schweinefleisch 1,5 Picogramm und damit 0,5 Picogramm über dem Grenzwert. Das Dioxin selbst bei solch geringen Mengen gesundheitsgefährdend ist, zeigt das toxische Potentials dieses Industriegiftes. Ein Picogramm ist nämlich ein billionstel von einem Gramm.

Dioxin kann im Körper nicht abgebaut werden: Langzeit-Folgen

Dioxin ist ein Umweltgift, dass sich einmal im Körper befindend kaum bis gar nicht abgebaut werden kann. So sammelt sich im Laufe des Lebens Dioxin im menschlichen Körper an mit der Gefahr von Langzeit-Wirkungen, die kaum vorhergesagt werden können. Insbesondere Menschen in stark industrialisierten Standorten nehmen Dioxin in kleinen Mengen täglich auf. Sowohl im tierischen wie auch im menschlichen Körper lagert sich Dioxin im Körperfett ein und kann nicht abgebaut werden. Beim Verzehr von dioxinbelastetem Fleisch sollte die Fettkruste nach Möglichkeit nicht verzehrt werden. Damit kann die aufgenommene Dioxin-Dosis erheblich verringert werden, so Helmut Schafft vom Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung.

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